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Neue Fälle von Vogelgrippe in Asien

Japan, China und Vietnam haben neue Fälle von Vogelgrippe gemeldet. Die japanischen Behörden kündigten daraufhin am Freitag die Tötung von 180.000 Hühnern auf einer Farm im Nordosten des Landes an.  Mehr

So soll eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden. In China wurde die Seuche zum vierten Mal innerhalb von drei Wochen festgestellt. Im Norden Vietnams war Geflügel in drei Dörfern betroffen. Der Verdacht einer Vogelgrippeerkrankung bei einem Australier erwies sich indes als falsch.

Die japanischen Fälle traten auf einer Hühnerfarm in der Präfektur Ibaraki nördlich von Tokio auf, wie ein Behördensprecher mitteilte. Antikörper-Tests hätten gezeigt, dass die Tiere mit einem Virus der H5-Gruppe infiziert gewesen seien, sie hätten jedoch überlebt. Nach früheren Fällen auf anderen Farmen in Ibaraki sind bereits etwa 1,5 Millionen Hühner getötet worden.

Nach Angaben der chinesischen Behörden erlagen in einem Dorf im Nordosten des Landes fast 9.000 Hühner dem Virus. 369.900 weitere Vögel wurden getötet. Wie das Landwirtschaftsministerium am Freitag laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua erklärte, trat die Krankheit am 26. Oktober in dem Dorf Badaohao in der Provinz Liaoning auf. Außerdem seien 20 tote Elstern und andere Wildvögel entdeckt worden. Tests hätten ergeben, dass die Vögel mit dem H5-Typ des Virus’ infiziert waren.

Die betroffene Region wurde unter Quarantäne gestellt, die Behörden ordneten die Impfung von 13,9 Millionen Hühnern und anderem Geflügel in Liaoning an. Das Gebiet soll für 21 Tage unter Beobachtung stehen. Die Krankenhäuser wurden angewiesen, täglich Daten über Vogelgrippefälle an die Regierung in Peking weiterzuleiten.

Peking gab auch die Bildung eines nationalen Koordinationszentrums im Kampf gegen die Vogelgrippe bekannt. Es wird von sechs Ministern und Vizeministern aus den Bereichen Gesundheit, Quarantäne, Wissenschaft und Äußeres geleitet. China sehe sich einer ernsten Lage ausgesetzt, erklärte Vizeministerpräsident Hui Liangyu laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Hui leitet das Zentrum zur Grippebekämpfung.

In Vietnam verendeten mehr als 3.000 Vögel in der Provinz Bac Giang oder wurden getötet, wie ein örtlicher Behördenvertreter am Freitag sagte. Außerdem seien weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden. Die Behörde für Tiergesundheit erklärte, in Bac Giang wie auch in anderen Provinzen sei mit weiteren Fällen von Vogelgrippe zu rechnen. Die kühleren Temperaturen erleichterten die Verbreitung des Virus’.

Der Verdacht, ein aus China zurückgekehrter Australier könnte sich mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert haben, konnte nach Tests ausgeräumt werden. Der Mann litt an Kurzatmigkeit und war sicherheitshalber auf die Isolierstation eines Krankenhauses gebracht worden.

UN-Generalsekretär Kofi Annan fordert angesichts der unabsehbaren Gefahren durch die Vogelgrippe ein Entschädigungssystem für Geflügelbauern, die ihre Tiere durch die Krankheit verlieren. „Wenn sie nicht entschädigt werden, werden sie ihre kranken Tiere nicht melden“, sagte Annan am Donnerstag auf einen Gesundheitskongress in New York.

Gesundheitsexperten sind darüber besorgt, dass der tödliche Virustyp H5N1 in eine von Mensch zu Mensch leicht übertragbare Form mutieren könnte. Dies könnte eine Pandemie auslösen, der weltweit Millionen Menschen zum Opfer fallen. Bisher sind in Asien seit 2003 insgesamt 62 Menschen an H5N1 gestorben, die engen Kontakt mit Vögeln hatten.

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