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Neue EU-Staaten: Euro ab 2007

Die zehn neuen EU-Staaten wollen zwischen 2007 und 2010 den Euro einführen. Die derzeitigen Mitglieder der Eurozone haben fast sechs Jahre für die Vorbereitung der gemeinsamen Währung gebraucht.

Auch die Kandidaten für die gemeinsame Währung sollten daher rechtzeitig mit ihren Vorbereitungen beginnen, empfiehlt die EU-Kommission in ihrem am Mittwoch vorgestellten ersten Bericht über die praktischen Vorbereitungen der Euro-Einführung.

Die Erfahrung der derzeitigen Euro-Länder habe gezeigt, dass Staaten für die frühe Vorbereitung der Währungsumstellung durch eine reibungslose Umsetzung und breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit belohnt wurden. Die neue Währung müsse rasch eingeführt, die parallele Verwendung der nationalen Währung kurz gehalten werden. Insbesondere müssten Preissteigerungen verhindert werden. In der ersten Welle sei zu wenig Aufmerksamkeit auf die Rücknahme alter Münzen und Banknoten gelegt worden, dies stelle eine riesige logistische Herausforderung dar.

Die Eurozone werde schrittweise weiter wachsen, da die neuen Mitglieder einzeln aufgenommen werden, heißt es in dem Bericht. Estland, Litauen und Slowenien sind seit 28. Juni 2004 bereits Mitglieder des Wechselkurssystems (EWS) – eine der Voraussetzung für die Einführung des Euro. Diese sowie Zypern wollen 2007 auf den Euro umsteigen. Die anderen wollen 2008 (Lettland, Malta), 2009 (Polen, Slowakei) oder 2010 (Ungarn, Tschechien) folgen. Die EU-Kommission gibt keine Einschätzung ab, ob diese Wünsche realistisch sind.

Helfen könnte, dass mit Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien und der Slowakei gleich sieben Staaten in der jüngeren Vergangenheit eine Währungsumstellung gemacht und entsprechende Erfahrungen gesammelt haben. Der Großteil der zehn neuen EU-Staaten hat bereits begonnen, die nationale Seite ihrer künftigen Euro-Münzen auszuwählen.

Ähnlich wie 1997 in den heutigen Euroländern ist das Interesse der Bürger der neuen EU-Staaten an der Einführung des Euro begrenzt. Nur 50 Prozent zeigten sich in einer Eurobarometer-Umfrage interessiert. 44 Prozent erwarten positive Effekte auf ihre Wirtschaft, 41 Prozent negative. Ganz persönlich glauben sogar nur 40 Prozent an Verbesserungen, 45 Prozent hingegen an Verschlechterungen durch die Euro-Einführung. Dem entsprechend sind nur 42 glücklich darüber, dass der Euro kommen dürfte, 47 Prozent sind es nicht. Man dürfe nicht vergessen, dass auch in diesen Staaten viele Menschen emotional an ihrer Währung hängen. So wünschen sich 40 Prozent die Währung „so spät wie möglich“, 36 Prozent „nach einer gewissen Zeit“ und nur 19 Prozent „so rasch wie möglich“.

Die EU-Kommission wird künftig zumindest einmal pro Jahr oder bei großen Anlässen über den Stand der praktischen Vorbereitungen der Euro-Einführung berichten. Diese Bericht sind nicht vertraglich vorgeschrieben, sondern entsprechen dem Ziel der Brüsseler Institution alle Betroffenen am Laufenden zu halten, stellt die EU-Kommission in ihrem Bericht fest.

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