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Neue Chefin für Dornbirner Gericht

(NEUE) Dornbirn - Richterin Yvonne Summer wird Gerhard König an der Spitze des Tatort-Gerichts im Testamente-Krimi ablösen.

Yvonne Summer wird ab nächs­tem Jahr Vorsteherin des Bezirksgerichts Dornbirn sein. Der Dornbirner Gerichtsvorsteher Gerhard König kehrt nach vier Jahren in der Messestadt als Richter wieder zum Bezirksgericht Bregenz zurück. In der Landeshauptstadt geht ein Richter mit Jahresende in Pension.

„Freie Entscheidung“

Hat das Oberlandesgericht Innsbruck nach den jahrzehntelangen Testamentsfälschungen am Bezirksgericht Dornbirn dort als Verantwortlichen für mangelhafte Dienstaufsicht ein Bauernopfer gefunden, wie in Vorarlberger Justizkreisen gemutmaßt wird? „Das kann man so nicht sagen“, sagte König am Freitag gegenüber der NEUE Vorarlberger Tageszeitung. Es sei Königs „freie Entscheidung“ gewesen, sich ablösen zu lassen, sagt OLG-Sprecher Harald Pirker. Es sei „immer schon“ sein Plan gewesen, nach Bregenz zurückzukehren, teilte König mit. Nach diesem „total mühseligen Jahr“ mit dem Aufarbeiten des Justizkrimis sei ihm die Entscheidung noch leichter gefallen, sich für die Stelle in Bregenz zu bewerben. Damit meint der 52-jährige Bregenzer auch die Totalrevision durch das OLG: „Die haben untersucht und untersucht und dabei in den anderen Abteilungen nicht viel gefunden.“ Wenn der Gerichtsvorsteher von „sehr vielen Enttäuschungen“ berichtet, führt er zunächst den Erbbetrug-Hauptverdächtigen an. Der inhaftierte Rechtspfleger „war mein engster Mitarbeiter, und der hat mich so hinters Licht geführt“.

Die einzige Bewerberin

Als „Herausforderung“ betrachtet Königs designierte Nachfolgerin Summer die Aufgabe in Dornbirn. Nach viereinhalb Jahren als Zivilrichterin am Landesgericht wird die erst 33-Jährige das Gericht führen. Für den undankbaren Job war sie die einzige Bewerberin. Die Obfrau der Richtervereinigung in Vorarlberg will dazu beitragen, dass das Vertrauen in die Justiz wieder wächst. Sie warnt vor Pauschal-Verdächtigungen und betont, dass nur einzelne Gerichtsmitarbeiter sich offenbar kriminell verhalten haben. Verständlicherweise sei es derzeit noch so, dass Bürger etwa Grundbucheintragungen durch Gerichtsbedienstete misstrauisch beäugen. Yvonne Summer hatte im großen Geldanlage-Prozess gegen die Bank Austria und für die GKK entschieden.

(NEUE Vorarlberger Tageszeitung / Seff Dünser)

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