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Neue Äbtissin in Mariastern-Gwiggen

Nach 37 Jahren an der Spitze des Frauenklosters Mariastern-Gwiggen in Hohenweiler (Bezirk Bregenz) hat am Donnerstag Äbtissin Maria Agnes Fabianek die Leitung des Klosters abgegeben.

Zu ihrer Nachfolgerin wurde die seit Mittwoch 54-jährige Schwester Maria Hildegard Brem gewählt. Die Wahl fand unter dem Vorsitz von Abt Kassian Lauterer von der Zisterzienserabtei Mehrerau statt, teilte die Kathpress mit.

Die neue Äbtissin Maria Hildegard Brem ist gebürtige Wienerin. Als Lehrerin unterrichtete sie Mathematik, Philosophie und Religion. 1977, zwei Monate nach ihrer Promotion in Mathematik, trat sie in Mariastern-Gwiggen ein. „Ich habe sehr gerne unterrichtet, dann aber doch gespürt, dass das Kloster für mich das Richtige ist“, sagte Brem gegenüber der APA. Seit 1982 war sie Novizenmeisterin, in den vergangenen Jahren auch Priorin. Als grundsätzlichen Gedanken, an den sie sich als Äbtissin halten möchte, gibt sie „Miteinander den Weg gehen“ an. Diesbezüglich habe in den letzten Jahren ein Wandel statt gefunden, den wolle sie weiterführen.

Ihre Vorgängerin Maria Agnes Fabianek war 1968 im Alter von 27 Jahren zur weltweit jüngsten Äbtissin gewählt worden. Es sei jetzt der richtige Zeitpunkt, das Amt in andere Hände zu legen, so Fabianek. Eine junge und fähige Schwesterngeneration sei herangewachsen, an die sie voll Vertrauen ihre Verantwortung weitergeben möchte. Maria Agnes Fabianek wird nach einer einjährigen Auszeit in einem anderen Frauenkloster der Kongregation als Schwester Maria Agnes ins Kloster in Hohenweiler zurückkehren.

Die Zisterzienserinneabtei Mariastern-Gwiggen geht auf das Revolutionsjahr 1848 zurück. Ursprünglich lebten die Nonnen in Kalchrain, Feldbach und Tänikon im Schweizer Kanton Thurgau. Die drei Klöster wurden damals aufgehoben. Über Vermittlung der damals ebenfalls von der Schweiz her (Wettingen im Aargau, 1841 aufgehoben, Anm.) mit Zisterziensern neu besiedelten Bregenzer Abtei Mehrerau gelang es den Ordensschwestern, im nördlichsten Teil von Vorarlberg das Schlößchen Gwiggen bei Hohenweiler zu erwerben und zum Kloster „Mariastern“ auszubauen. 1973 wurde in Niederösterreich die Niederlassung „Marienfeld“ (bei Maria Roggendorf) gegründet.

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