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Neptun Wasserpreis: Die Stadt Hohenems holt sich den zweiten Platz

v. l. Umweltstadtrat Gerhard Stoppel, Umweltreferentin Saskia Amann, Thomas Blank (Abteilung Wasserwirtschaft Land Vorarlberg), Bürgermeister Dieter Egger
v. l. Umweltstadtrat Gerhard Stoppel, Umweltreferentin Saskia Amann, Thomas Blank (Abteilung Wasserwirtschaft Land Vorarlberg), Bürgermeister Dieter Egger ©Stadt Hohenems
Die Renaturierung des Spirkenhochmoores Schollenschopf wurde neben dem Klimaschutzpreis nun erneut auch mit dem Neptun Wasserpreis ausgezeichnet.

„Naturschutz ist für uns nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Wir sind stolz darauf, dass unser Bemühen, die Hohenemser Naturschätze zu erhalten, von so vielen Seiten honoriert und geehrt wird. Meines Erachtens ist es heutzutage unsere Pflicht, diese wertvollen Plätze zu erhalten – für ein lebenswertes Hohenems und eine lebenswerte Zukunft. Die Umwelt- und Forstabteilung der Stadt Hohenems haben wirklich sehr gute Arbeit geleitstet, wofür ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meinen Dank ausspreche. Die 1.000 Euro Preisgeld werden in ein weiteres Naturschutzprojekt fließen“, so Bürgermeister Dieter Egger bei der Preisübergabe.

Das Hochmoor ist ein Relikt aus der Spät-Eiszeit und weist eine Torfmächtigkeit von über sechs Metern auf (ein Moor wächst im Durchschnitt etwa einen Millimeter im Jahr). Durch die in der Vergangenheit angelegten Drainagegräben trocknete das Moor sukzessive aus und das natürliche Wachstum stellte sich ein. 

„Mit den Renaturierungsarbeiten des zweieinhalb Hektar großen Moores können Unmengen an CO2 eingespart werden. 87 Stauwände an den rund 13 Gräben halten das Wasser nun im Moor zurück, was den Ausstoß des gespeicherten CO2 verhindern soll. Es ist zu erwarten, dass das Moor wieder in seinen natürlichen Zustand zurückgeführt werden konnte,“ erklärt Umweltstadtrat Gerhard Stoppel. 

Dadurch bietet das Moor wieder unzähligen speziellen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat und überdauert uns hoffentlich noch lange. Dieses besondere Naturschauspiel kann auch von einem extra dafür angelegten Besuchersteg beobachtet werden.

Die Auszeichnung anlässlich des „Internationalen Tags des Wassers“ am Montag, dem 22. März 2021, konnte heuer leider nicht im gewohnt feierlichen Rahmen im Landhaus in Bregenz stattfinden. Stattdessen wurden die Preise persönlich an die Preisträger überbracht. 

„Das mindert aber nicht den Wert dieser vorbildlichen wasserwirtschaftlichen Projekte. Sie stehen für den verantwortungsbewussten und sorgsamen Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser in Vorarlberg“, betonte Landesrat Christian Gantner und gratulierte allen Preisträgern sehr herzlich zur Auszeichnung.

 

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