NEOS-Chef Matthias Strolz poltert: "Hier wächst die #GenerationAMS heran"

Matthias Strolz poltert und nimmt die ÖVP ins Visier.
Matthias Strolz poltert und nimmt die ÖVP ins Visier.
Wien. - Alles anderes als begeistert sind die Oppositionsparteien über die Ergebnisse bei den Bildungsstandard-Tests im Fach Deutsch. Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser empfindet sie als "schockierend", für NEOS-Chef Matthias Strolz ist es "inakzeptabel", dass 70 Prozent der Zehnjährigen das angepeilte Rechtschreibungs-Niveau nicht erreichen.


Er (Walser, Anm.) habe damit gerechnet, dass die Resultate nicht befriedigend ausfallen würden, aber dass Mängel in diesem Ausmaß diagnostiziert würden, sei einfach erschreckend, meinte Walser in einer Aussendung.

P. Steurer
P. Steurer ©P. Steurer

Walser hört “die Alarmglocken läuten” – und forderte deshalb einen nationalen Schulterschluss anstelle der ideologischen Grabenkämpfe in der Bildung. In Kindergärten und Volksschulen müssten umgehend die nötigen Maßnahmen umgesetzt werden – und es dürfe kein Sparprogramm auf Kosten der Kinder geben.

Strolz fordert fließende Übergänge

“Wir brauchen rasch mehr Aufmerksamkeit für die Drei- bis Zehnjährigen”, konstatierte Strolz. Er forderte eine neue Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Volksschule mit fließenden Übergängen – und eine Umstellung der Schulfinanzierung zu einem bedarfsorientierten Index-Modell: “Dort wo ein Elternteil nur Pflichtschulabschluss hat, soll für dieses Kind mehr Geld an die Schule fließen. Weil ganz offensichtlich größere Herausforderungen da sind”, erklärte der NEOS-Chef.

Verdammt nochmal, hier wächst die #GenerationAMS. Die Regierung zuckt mit den Schultern. Einmal mehr verharrt die ÖVP im Bildungsblockierer-Eck.

Posted by Matthias Strolz on Donnerstag, 31. März 2016

Heinisch-Hosek will Sozialindexierung diskutieren

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will die Ergebnisse der Bildungsstandard-Erhebungen zum Anlass nehmen, beim Finanzausgleich eine Neuverteilung der Ressourcen für die Schulen anzustreben. “Wir sollten über eine Sozialindexierung sprechen”, so die Ministerin bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.

Die regionalen Unterschiede bei den Ergebnissen der Bildungsstandards sind laut Ergebnisberichten nur “moderat” und haben “praktisch geringe Bedeutsamkeit”. Tendenziell schneiden in den einzelnen Testbereichen Wien und Vorarlberg am schlechtesten und das Burgenland (außer beim Hörverstehen), Salzburg sowie Nieder- und Oberösterreich am besten ab.

Vorarlberger Ergebnisse

Leseverständnis: 40 Prozent haben die Bildungsstandards nicht oder nur teilweise erreicht. (Österreich-Schnitt: 38 Prozent)

Textproduktion: 75 Prozent können nicht oder nur teilweise rechtschreiben. (Österreich: 70 Prozent)

Grammatik/Grundbestand an Begriffen: 26 Prozent konnten die Standards nicht oder nur teilweise erreichen. (Österreich: 25 Prozent)

Hörverstehen: Vorarlberg liegt mit 27 Prozent, der nicht/teilweise erreichten Standards im Österreich-Schnitt.

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