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Neo-Abgeordnete im Bürgermeisterrennen

Die FPÖ Bregenz schickt Irina Schoettel-Delacher als Spitzenkandidatin bei den Gemeindewahlen am 2. April ins Rennen. [20.12.99]

Wenn am 2. April 2000 in Vorarlberg die Bürgermeister erstmals direkt gewählt werden, dann will die FPÖ in der Landeshauptstadt Bregenz mit einer Frau vorne liegen. Am Montag präsentierten Stadtparteiobmann Werner Karg und FPÖ-Landeschef Hubert Gorbach gemeinsam die Spitzenkandidatin für die Gemeindevertretungswahlen in Bregenz. Es ist die 37 Jahre alte Neo-Nationalratsabgeordnete Irina Schoettel-Delacher.

Es habe einiger Überredungskunst bei Bundesparteiobmann Jörg Haider und der geschäftsführenden Parteichefin Susanne Riess-Passer bedurft, so Gorbach, die neue Abgeordnete für den Fall eines Wahlerfolges aus der Bundespolitik loszueisen. Schoettel-Delacher wich der Frage allerdings aus, ob sie ihr Nationalratsmandat niederlegen werde, wenn die FPÖ in Bregenz reüssiert: „Die Entscheidungen werden nach dem 2. April auf Grund des Wahlergebnisses getroffen.“

Gorbach sieht aus mehreren Gründen gute Chancen für einen Erfolg von Schoettel-Delacher, die aus der bekannten Spediteurs-Familie Delacher stammt: Durch die Bürgermeister-Direktwahl würden die Karten völlig neu gemischt und für die Bregenzer Freiheitlichen sei genügend Wählerpotenzial vorhanden, denn bei den vergangenen Nationalsratswahlen hätten 29,4 Prozent der Bregenzer Blau gewählt.

Die Spitzenkandidatin bringe auch die für Landeshauptstadt wichtige wirtschaftliche Kompetenz mit, so Gorbach und Karg unisono. Schoettel-Delacher studierte an der Hochschule St. Gallen und ist Verwaltungspräsidentin der Schweizer Tochterfirma der Spedition Delacher.

(Bild: VN)

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