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NEIN zur Forderung der Grünen

Bregenz - Die freiheitliche Familien- und Gesundheitssprecherin, LAbg. Hildtraud Wieser, bezeichnete die jüngste Forderung der Grünen-Chefin Glawischnig nach "Abtreibung auf Krankenschein" als bedenklich und beschämend.

„Das ist sowohl einer Frau als auch einer Politikern unwürdig,“ meint Wieser. „Anstatt sich als „Frau in der Politik“ für verbesserte Rahmenbedingungen einzusetzen, wird von der Grünen-Chefin eine Wertehaltung vermittelt, die jeglichen Respekt vor dem werdenden Leben vermissen lässt und Schwangerschaft als Krankheit tituliert,“ so FP-Wieser wörtlich.

Die freiheitliche Familien- und Gesundheitssprecherin fordert vielmehr verbesserte Rahmenbedingungen, zB durch eine Verstärkung der Information und Beratung – gerade für junge Frauen. Es gebe heute eine Vielzahl von Verhütungsmitteln und –methoden, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern können. Die Eigenverantwortung in diesem Bereich müsse aber deutlich gestärkt werden. „Auch sollte die Adoption eines Kindes nicht mit so großen Stolpersteinen behaftet sein, wie es derzeit der Fall ist. Schließlich gibt es viele Paare, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, dieser Wunsch auf natürlichem Wege aber leider nicht in Erfüllung geht,“ erklärt Wieser.

Es könne nicht sein, dass Schwangerschaftsabbrüche zu den finanziellen Aufgaben der Gebietskrankenkassen gemacht werden. Unser Gesundheitssystem sei vielmehr weiterhin im Sinne der Heilung und Begleitung kranker Menschen zu optimieren, schließt LAbg Wieser ihre Ausführungen.


Verhütung vor Abtreibung
Wiesflecker: Verhütung auf Krankenschein, nicht Abtreibung auf Krankenschein

“Ungewollte Schwangerschaften sollten durch Verhütung vermieden werden”, nimmt die Frauensprecherin der Vorarlberger Grünen, LAbg. Katharina Wiesflecker, zur Frage der Schwangerschaftsunterbrechung Stellung. “Daher sollte das Augenmerk auf die Verhütung gelegt werden. Das ist insbesondere bei Jugendlichen sehr wichtig. Deshalb lautet meine Forderung, Verhütungsmittel – insbesondere die Pille – auf Krankenschein abzugeben.”

“Abtreibung auf Krankenschein geht am Problem vorbei”, hält die Abgeordnete zur Forderung der grünen Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig fest. “Eva Glawischnig hat mit ihrer Aussage über die ‘heuchlerische Situation’ in Österreich und den Abtreibungstourismus hundertprozentig Recht. Wir bekennen uns zur Fristenlösung. Daher verlangen wir eine Möglichkeit auf Schwangerschaftsunterbrechung in einem öffentlichen Krankenhaus in jedem Bundesland.”

“In Vorarlberg haben es Frauen und Mädchen, die ungewollt schwanger sind, besonders schwer”, so Wiesflecker. “Es gibt hierzulande eine einzige Abtreibungsmöglichkeit in einer privaten Praxis in Bregenz. Dort werden die Betroffenen von reliösen Fanatikern belästigt. Wir haben mehrfach auf diesen unhaltbaren Zustand hingewiesen und im Landtag Schutzmaßnahmen gefordert. Das wurde jedoch von der schwarz-blauen Mehrheit abgelehnt.”

“Wer eine Schwangerschaftsunterbrechung vornehmen lässt, befindet sich in einer Notlage”, hält Wiesflecker fest. “Die Betroffenen brauchen unsere Unterstützung. Dafür sind öffentliche Spitäler am besten geeignet. Moralisieren und totschweigen bringt niemandem etwas.”

(Quelle: LAbg. Katharina Wiesflecker, Frauensprecherin der Grünen)


ÖVP-Nationalrat Norbert Sieber:
„Ja zum Kind, nicht zur Abtreibung; und schon gar nicht auf Krankenschein!“

Frauen und Männer müssen unterstützt werden, dass sie Ja zum Kind sagen können!

„Das ist menschenverachtend und beschämend!“ Klare Worte findet der Vorarlberger ÖVP-Nationalratsabgeordnete Norbert Sieber zur Forderung der 3. National­rats­präsidentin Glawischnig nach Abtreibung auf Krankenschein in öffentlichen Spitälern.

„Wer Schwangerschaft als Krankheit bezeichnet, hat grundsätzlich einen falschen Zugang zum Thema!“ Schwangerschaft, so Sieber, ist keine Krankheit; die grüne Logik, Schwangerschaftsabbrüche generell öffentlich und als Versicherungsleistung zu finanzieren, ist nicht nachvollziehbar und Ausdruck eines Menschenbilds, das er vehement ablehne. „Auch Ärztinnen und Ärzte, deren vorrangige Aufgabe es ist, Leben zu erhalten, können nicht dazu gezwungen werden, Abtreibungen vorzunehmen!“

Sieber fordert die grundlegenden Menschenrechte auch für Ungeborene ein. „Anstatt uns immer mehr Gedanken zu machen, wie Leben verhindert wird, sollte unsere Gesellschaft die betroffenen Frauen und Männer massiv unterstützen, sodass sie Ja zum Kind sagen können! Wir sollten die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, und das sind nun einmal Kinder, schützen und nicht das Gegenteil einfordern!“

Sieber wünscht sich auch, dass endlich eine anonyme Dokumentation über die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Österreich und deren Beweggründe erstellt wird. „Auch eine entsprechende finanzielle Ausstattung jener Beratungsstellen, denen das Wohl von Mutter und Kind gleichermaßen ein Anliegen ist, ist ein Gebot der Stunde!“ Kinder, so Sieber, sind die wertvollste Bereicherung unseres Lebens und es ist beschämend, dass diese Grundhaltung nicht von allen politischen Gruppen uneingeschränkt eingenommen wird.

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