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Dutzende Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien

Kreml-Kritiker wurde nach Vergiftung in Deutschland behandelt
Kreml-Kritiker wurde nach Vergiftung in Deutschland behandelt ©APA (dpa)
Bei schweren israelischen Luftangriffen im Bürgerkriegsland Syrien sind nach Angaben von Aktivisten Dutzende regierungstreue Kämpfer ums Leben gekommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Mittwoch 57 Tote. Die Flugzeuge hätten in der Nacht auf Mittwoch Stellungen der syrischen Armee und verbündeter Milizen bombardiert, darunter auch Waffenlager. Mit den Bombardierungen will Israel den iranischen Einfluss in Syrien zurückdrängen.

Es habe sich um die bisher tödlichsten israelischen Angriffe in Syrien gehandelt, erklärte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die Menschenrechtsbeobachter sitzen in England, beziehen ihre Angaben aber über ein Netz von Informanten in Syrien.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, es seien Ziele in der Stadt Deir Ezzor und dem Grenzort Albu Kamal angegriffen worden. Angaben zu Opfern machten sie nicht.

Insgesamt flog die israelische Luftwaffe 18 Angriffe, wie die Menschenrechtler weiter berichteten. Bei den Toten handle es sich um 14 Soldaten und 43 Anhänger verbündeter Milizen, darunter Kämpfer aus dem Irak und Afghanistan. Die bewaffneten Gruppen, vorneweg die libanesische Hisbollah, werden vom Iran unterstützt und kämpfen im syrischen Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen.

Die israelische Armee äußerte sich nicht zu den Berichten, wie üblich in solchen Fällen. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 hat das israelische Militär bereits hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten geflogen. Vergangenes Jahr wurden nach Armeeangaben 50 Ziele bombardiert.

(APA/dpa/ag.)

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