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„Naturwissen Vorarlberg“ wird fortgesetzt

Ruth Swoboda, Leiterin der inatura.
Ruth Swoboda, Leiterin der inatura. ©VOL.AT
Menschen für die Vielfalt, Schönheit und Schutzwürdigkeit der Natur begeistern: So lautet das Ziel des inatura-Projekts „Naturwissen Vorarlberg“.

In einer ersten Phase wurde dazu eine Fachausbildung zur Naturführerin und zum Naturführer installiert. Aufgrund der großen Nachfrage geht es nun um die nachhaltige Sicherung der Umweltbildungsaktivitäten in Vorarlberg. Die inatura in Dornbirn wird mit der Weiterführung und –entwicklung beauftragt.

Die vor zwei Jahren gestartete Pilotphase konnte mit der Installierung der NaturführerInnenausbildung abgeschlossen werden. Insgesamt 37 Personen haben bisher die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und sind als wichtige NaturvermittlerInnen tätig. Aufgrund der großen Nachfrage geht es nun um die nachhaltige Sicherung der Umweltbildungsaktivitäten in Vorarlberg. Die BesucherInnenlenkungsmaßnahmen im Rahmen der Initiative „Respektiere deine Grenzen” müssen intensiviert werden, erläutert Landesrat Rauch: „Die Bevölkerung soll über die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Natur, vor allem in Schutzgebieten, aufgeklärt werden“. Die NaturführerInnen bilden dabei die Basis der Natur- und Umweltbildungsaktivitäten.

Inatura als Drehscheibe

„Die inatura ist das Naturwissenschaftliche Kompetenzzentrum des Landes“, betont Landesrat Rauch. „Naturwissen Vorarlberg“ wird deshalb auch wie bisher von der inatura federführend weiterentwickelt. Ruth Swoboda, Naturwissenschaftliche Direktorin, bedankt sich für das Vertrauen, unterstreicht aber auch die hervorragende Zusammenarbeit und Kooperation im Netzwerk Naturvielfalt Vorarlberg: „Egal, ob unser Regionsmanagement, die Kolleginnen vom Naturpark Nagelfluhkette, dem Walgau oder dem Biosphärenpark Großes Walsertal oder eben wir als inatura, alle sind hoch motiviert und möchten Naturwissen weiterentwickeln.“

Die Schwerpunkte der nächsten Jahre liegen einerseits in den Bereichen Erwachsenen- und Bewusstseinsbildung, aber auch ganz klar bei Kindern, Jugendlichen und Pädagoginnen und Pädagogen. Folgende Angebote können angeführt werden :

  • Vertiefende, (mehrtägige) Vermittlungsangebote im Bereich Naturkunde in verschiedenen Regionen des Landes, vor allem in Gebieten mit Schutzgebieten und für  Multiplikatoren (LehrerInnen, Berg- und WanderführerInnen, TouristikerInnen u.a.)
  • Angebote an qualitativ hochwertigen und erlebnisreichen Naturführungen für Einheimische und Gäste.
  • Eintägige vertiefende Spezialkurse zu den Themen: Pilze, Schmetterling, Insekten.
  • Mehrtägige Lebensraummodule zu Geologie, Wald, Wasser und Wiese.

Für Kinder und Jugendliche sollen Naturvielfaltschulen entwickelt werden. Dabei kann auf großartige Vorarbeit aus dem Naturpark Nagelfluhkette, dem Biosphärenpark Großes Walsertal und dem Naturschutzverein Rheindelta zurückgegriffen werden. Naturvielfaltschulen sehen eine langfristige Betreuung von Schulen der 1. bis 4. Schulstufe über mehrere Jahre in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften vor. Auch Ausflüge sowie Tages- und Mehrtagesaktionen in der freien Natur sind geplant.

Ruth Swoboda, Naturwissenschaftliche Direktorin der inatura, und Lukas Rinnhofer, Programmleiter der Naturführerausbildung, bedanken sich für die Chance ein Projekt mit dieser Reichweite wirklich nachhalitig zu etablieren. „Jetzt nach den ersten zwei Jahren und der Ausbildung von insgesamt 37 Naturführerinnen und Naturführern können wir so richtig durchstarten.“ Am 13. Dezember 2018 fand das erste Arbeitstreffen statt. Bei dieser Gelegenheit wurden Arbeitspakete für konkrete Projekte in den Schutzgebieten, dem Walgau, dem Kleinwalsertal, für Hotels und natürlich für die Schulprogramme geschnürt. Für 2019 sind noch fünf Plätze für die NaturführerInnenausbildung frei.

(Red.)

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