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Natürliches Kunstwerk

Seit Tausenden von Jahren verzaubert das hochkarätigste Mineral der Welt. Welche Kriterien seine Schönheit besonders zur Geltung bringen und welche Designs gerade für Begeisterung sorgen? So viel sei verraten: Ein blühender Winter steht bevor.
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Natürliches Kunstwerk

Rein wissenschaftlich betrachtet ist der Diamant der härteste existierende, natürliche Stoff der Welt. Ursache dafür sind die symmetrisch ausgerichteten Bindungen der Kohlenstoffatome, die das Mineral so widerstandsfähig machen. Bestimmt wird diese Härte über eine Skala, die den Widerstand beim Ritzen mit scharfkantigen Gegenständen festlegt. Doch warum zieht uns der König der Edelsteine in seinen Bann? Neben seiner jahrtausendealten Geschichte – Diamanten entstehen in Millionen von Jahren unter großem Druck, typischerweise in Tiefen zwischen 150 und 660 Kilometern, bei hohen Temperaturen von 1200 bis 1400 Grad Celsius –, die begleitet wird von zauberhaften Mythen, ist es vor allem seine Leuchtkraft, die ihn im Licht wie kleine Sterne funkeln lässt.

Facettenreich. Werden die Steine aus der Erde geschürft, sind sie zunächst eher unscheinbar. Erst durch einen gekonnten Schliff können sie in ihrer vollen Schönheit zur Geltung kommen. Josef Gassner, Goldschmiede Gassner in Egg/Bezau, erklärt: „Der Schleifprozess erfordert hohes Können. Nur bei einer perfekt symmetrischen Anordnung der Facetten und einer einwandfreien Polierung werden die einfallenden Lichtstrahlen optimal reflektiert und es entsteht der unwiderstehliche Glanz. Charakteristisch ist der moderne Brillantschliff mit seinen mindestens 57 Facetten.“ Er wurde um 1910 aus dem Altschliff des vorhergehenden Jahrhunderts entwickelt. Der Brillantschliff ist der populärste und macht aus dem Diamanten einen Brillanten. Doch es gibt noch weitere Facettenschliffe wie den Prinzessinnen-, Smaragd- oder Rosen-Schliff, um nur die wichtigsten zu nennen. Daneben gibt es den Cabochon, eine Glattschliffart, sowie zahlreiche weitere Formen wie Herz, Tropfen, etc. Der Fantasie des Schleifers oder der späteren Trägerin sind keine Grenzen gesetzt.

Wertvoll. Unterschiede in Qualität und Wertigkeit werden nach den berühmten vier C´s bewertet: Carat (Größe), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). So kann es sein, dass zwei gleich große Steine im Wert völlig unterschiedlich sind. Auf diese vier Kriterien sollte bei der Auswahl eines Diamanten stets geachtet werden, schließlich ist er für die Ewigkeit. „Mittlerweile kommt ein fünftes C dazu: Confidence, also das Vertrauen, dass der Kunde sich im Fachhandel vor Ort auf eine gute Steinqualität und umfassende Beratung verlassen kann“, betont Goldschmied Josef Gassner und führt weiter aus: „Man hat die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, zu probieren, um sich dann in Ruhe zu entscheiden.“ Interessantes Detail am Rande: Diamanten sind zwar für die Ewigkeit, aber nicht unzerstörbar. Durch ihren Härtegrad sind sie unempfindlich gegenüber Säure, allerdings zeigen sich aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften Anfälligkeiten was die Bruch- und Spaltbarkeit anbelangt. Das Gleiche gilt bei Feuer: Diamanten werden zwar unter einer enormen Hitze ge­boren, sie können aber bei Temperaturen ab 720° C oxidieren und bei über 800° C auch zu brennen anfangen.

Pink Star. In reiner Form ist der Diamant farblos und transparent, was ihn extrem selten und wertvoll macht. Die meisten Vertreter seiner Art haben von Natur aus eine Eigenfarbe, meist sind dies Tönungen im Bereich Grau, Gelb, Grün oder Braun. Durch Einflüsse der Natur können aber auch ganz reine, intensive Farben auftreten: Die Palette reicht von Kanariengelb (Stickstoff ist hier das farbgebende Element), über Blau (durch das chemische Element Bor hervorgerufen), Rot/Rosa/Pink (besondere Kristallkonstellationen sind dafür verantwortlich). Solche Diamanten sind sehr seltene und dementsprechend wertvolle Exemplare, die meist höhere Preise erzielen als ihre farblosen „Kollegen“. So wechselte der Pink Star, ein Ring mit einem rund drei Zentimeter großen Diamanten (59,60 Karat), vor zwei Jahren für unglaubliche 62 Millionen Euro den Besitzer. Er gilt derzeit als teuerster „König aller Edelsteine“.

Kraft der Natur. Ein Diamant ist aber nicht nur ein Mineral und vom naturwissenschaftlichen oder chemischen Standpunkt her zu betrachten, sondern vor allem ein Schmuckstück mit einem hohen emotionalen Wert. Er ist das Symbol für Schönheit, Luxus und die Unvergänglichkeit der Liebe. Die aktuellen Kollektionen spielen auf zauberhafte Weise mit diesem Lebensgefühl. Dieses Jahr setzen die Designer und Schmuckhersteller verstärkt auf die Kraft der Natur: sie dient als Inspirationsquelle und leuchtendes Vorbild. Klare Formensprache, edles Gold, garniert mit einem üppigen Meer aus funkelnden Diamanten, die mit ihrer Leuchtkraft den Eyecatcher bilden, so lautet die Formel – Voilà, hier sind ein paar besonders schöne schmucke Vertreter. Die neue, luxuriöse Kollektion Sabbia von Pomellato stellt den Diamanten mit seinem edlen Charme in den Mittelpunkt. Sie ist so designt, dass sie an das unendliche Glitzern von kristallinem Sand erinnert. Wie ein schimmernder Vollmond am Nachthimmel reflektiert das kostbare Pavé aus Diamanten den im Mondlicht funkelnden Sand.

Mondäner Falter. Chopards Haute Joaillerie-Kreationen sind ebenfalls eine Hommage an die Natur. So erschien Model Petra Nemcova mit einem altrosa-farbenen Schmetterlingsring und atemberaubenden Ohrgehängen aus einem Mix von 72 weißen und 78 gelben Diamanten, gleich den Strahlen einer Sonne, bei den Filmfestspielen von Cannes. Unglaubliche 30,87 Karat leuchteten vor der Linse von Starfotograf Greg Williams. Aber auch an anderer Stelle blühen prächtige Orchideenohrringe und brillante Blumen-Colliers, besetzt mit Opalen, rosa Saphiren, Tsavoriten und Diamanten.

Sunset. Für Sonnenanbeter ist Sunlight von Piaget eine Offenbarung. Fantasievolle Kostbarkeiten aus Gold und Diamanten sind das leuchtende Ergebnis dieser Avantgarde-Kollektion, deren Inspirationsquelle das Licht des Lebens, die Sonne, darstellt. Und so glitzern die mit Diamanten bedeckten Strahlen mit dem wärmenden Licht der Wintersonne um die Wette. 

Zarte Pflänzchen. Die atemberaubende Schönheit zarter Pflanzen diente als Vorlage für die Nature Linie von Ole Lynggaard. Sie feiert die zierlichsten Geschöpfe der Flora und übersetzt deren Anmut in Designs mit organischen und grafischen Elementen. Das Ergebnis sind samtige Texturen, gleich weichem Bambus, sowie Strukturen, die an Zweige und Blütenstängel erinnern.

Lebensgefühl
Der „König aller Edelsteine“ ist das Symbol für Schönheit, Luxus und die Unvergänglickeit der Liebe. Die aktuellen Schmuck- und Uhren-Kollektionen spielen auf zauberhafte Weise mit diesem Lebensgefühl. Eine perfekte Liaison aus Gold und Diamanten.

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