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Nadal und Medwedew mühelos ins Melbourne-Viertelfinale

Rafael Nadal ist in Melbourne weiter auf der Siegerstraße
Rafael Nadal ist in Melbourne weiter auf der Siegerstraße ©APA (AFP)
Abgesehen von Dominic Thiem, der sich als Nummer 3 im Achtelfinale vorzeitig verabschieden musste, stehen sechs der Top 7 im Herren-Viertelfinale der Australian Open. Beeindruckend schlägt sich weiterhin Rafael Nadal: Dem Spanier fehlen nun "nur" noch drei Siege zum alleinigen Grand-Slam-Rekord von 21 Titeln. Doch schon die nächste Hürde wird für Nadal mit Stefanos Tsitsipas eine sehr schwierige. Der Grieche profitierte am Montag von einer Verletzung von Matteo Berrettini.

Nadal ließ dem Italiener Fabio Fognini beim 6:3,6:4,6:2 keine Chance und hat immer noch keinen Satz abgegeben. "Der erste Satz war ohne Zweifel mein bisher bestes Tennis im Turnier", sagte Nadal. Der 20-fache Grand-Slam-Champion hat gegen Tsitsipas immerhin eine 6:1-Bilanz. "Im Viertelfinale eines Grand Slams gibt es nur noch schwere Gegner. Es wird eine große Herausforderung", sagte Nadal noch auf dem Platz. Er steht übrigens bereits zum 43. Mal (!) in der Runde der letzten acht eines Majors.

Schafft Nadal drei weitere Siege, dann holt er nicht nur zum zweiten Mal nach 2009 den Titel "down under", sondern er überholt auch den in Melbourne fehlenden Schweizer Roger Federer, der aktuell ebenfalls bei 20 Major-Triumphen liegt. "Natürlich motiviert es mich, Grand Slams zu gewinnen", sagte Nadal bei der Pressekonferenz, als er den (größtenteils digital zugeschalteten) Berichterstattern den Nicht-Antritt Berrettinis schon versehentlich verriet und seine Aussage lächelnd mit einem "Jetzt hab ich es vermasselt" quittierte.

"Aber ich bin nicht besessen davon, der Beste zu sein. Mit diesem Ansatz bin ich nie an den Sport und an meine Karriere herangegangen", sagte er. Erst im Endspiel könnte es zu einem Duell zwischen Nadal und Titelverteidiger Novak Djokovic kommen. Letzterer trifft am Dienstag auf den Deutschen Alexander Zverev.

Mit Medwedew, der den 18. Sieg in Serie feierte, Andrej Rublew und Überraschungsmann Aslan Karazew stehen erstmals überhaupt in der Profi-Ära drei Russen im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. "Das ist großartig. Damit steht definitiv ein Russe im Halbfinale, drei im Viertel - das ist toll für unseren Sport", freute sich Medwedew, der im Zuge seiner Serie im Endspiel der ATP Finals in London auch Dominic Thiem auf seiner Abschussliste hat. Die Chancen auf den ersten Grand-Slam-Herren-Titel für Russland 16 Jahre nach Marat Safin stehen so gut wie seit langem nicht mehr.

Medwedew hatte mit Mackenzie McDonald (USA) beim 6:3,6:4,6:2 kurzen Prozess gemacht, Rublew profitierte beim Stand von 6:2,7:6(3) von der Aufgabe des Norwegers Casper Ruud. Die beiden treffen nun aufeinander. Medwedew hat alle vier bisherigen Begegnungen (drei davon auf der Tour) gewonnen.

Sollte sich Medwedew durchsetzen, dann verdrängt er Thiem am Montag aus den Top 3. Der Niederösterreicher liegt seit seinem erstmaligen Vorstoß am 2. März 2020 ununterbrochen auf Rang drei.

Bei den Damen marschierte die topgesetzte Ashleigh Barty bei ihrem Heim-Turnier mit 6:3,6:4 über Shelby Rogers (USA) ins Viertelfinale, in dem sie nun auf die Tschechin Karolina Muchova trifft. Letztere überraschte Elise Mertens (BEL-18) mit einem 7:6(5),7:5. Barty ist weiter ohne Satzverlust und somit weiter auf Kurs erster Heim-Major-Titel. Es wäre der erste für eine Australierin seit Chris O'Neill 1978.

Zuvor hatten sich überraschend zwei US-Amerikanerinnen für die Runde der letzten acht qualifiziert: Die ungesetzte Jessica Pegula besiegte die Weltranglisten-Fünfte Elina Switolina (UKR) mit 6:4,3:6,6:3 und steht erstmals in einem Major-Viertelfinale. In diesem trifft sie auf ihre gute Freundin Jennifer Brady. Diese besiegte die Kroatin Donna Vekic 6:1,7:5.

Österreichs letzter Beitrag beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres ist ja der Vorarlberger Philipp Oswald im Doppel. "Ossi", wie er genannt wird, spielt am Mittwoch an der Seite des Neuseeländers Marcus Daniell das erste Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere. Seit Montag stehen die Gegner fest, es sind die als Nummer fünf gesetzten Rajeev Ram/Joe Salibury (USA/GBR).

(APA)

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