Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Nach Zeckenbiss schwerstkrank

©Flickr.com
Bregenz - Nach einem Zeckenbiss liegt ein knapp 50-jähriger Vorarlberger seit drei Wochen auf der Intensivstation des LKH Bregenz. "Er hat das Vollbild einer FSME", bestätigt Chefarzt Primar Dr. Andreas Reissigl auf "VN"-Anfrage. Stichwort: FSME und Borreliose

“Unbedingt impfen”

Laut Auskunft von Dr. Elmar Bechter, dem Leiter der Sanitätsabteilung des Landes, hatte sich der Mann während eines Aufenthalts im Kärntner Drautal infiziert. Einige Tage später wurde er mit “klaren Symptomen” der gefürchteten Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) ins Krankenhaus eingeliefert. “Wer in ein Endemiegebiet reist, sollte sich unbedingt impfen lassen”, lautet die unmissverständliche Botschaft der Experten. Mittlerweile ist die FSME-Diagnose „hieb- und stichfest“, so Andreas Reissigl. Es würden alle verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Der Mann ist inzwischen auch wieder ansprechbar, benötigt jedoch weiterhin eine Intensivbetreuung. “Das kann noch eine Zeit lang dauern”, sagt Reissigl. Deshalb will er sich jetzt auch nicht auf eine Prognose bezüglich neurologischer Folgeschäden einlassen. Dafür sei es angesichts der Schwere der Krankheit noch zu früh. Im heurigen Jahr forderten Zeckenbisse bereits 15 FSME-Opfer. Damit hat sich die Zahl der Patienten innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt. Mit je vier Betroffenen zählen Tirol und Kärnten zu den Spitzenreitern, gefolgt von Oberösterreich mit drei Erkrankten. Jeweils ein Fall wurde in Niederösterreich, Salzburg, der Steiermark und Vorarlberg registriert.

Unterschätztes Risiko

Laut dem Institut für Virologie der Medizinischen Universität Wien sind diese Zahlen für den Sommer jedoch nicht ungewöhnlich. Bemerkenswert und auch bedauernswert sei aber die Tatsache, dass sich “nach wie vor zu viele Menschen ungeschützt in der Natur aufhalten und das Risiko scheinbar unterschätzen”, so Institutsleiter Franz X. Heinz. Um die maximale Schutzwirkung zu erhalten, müsse auch das Impfschema eingehalten werden (siehe Factbox). Laut Studie aus dem vergangenen Jahr haben nur 64 Prozent der Bevölkerung das empfohlene Impfschema bei der Immunisierung gegen die FSME korrekt eingehalten, 55 Prozent wissen nicht, wann die nächste Impfung fällig ist. Laut vorliegender Erkrankungsstatistik waren beinahe alle FSME-Patienten nicht oder nur unvollständig geimpft Mit derzeit neun Fällen ist die Altersgruppe der Über-50-Jährigen am stärksten betroffen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Bregenz
  • Nach Zeckenbiss schwerstkrank
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen