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Nach WKR-Ball: Strache beklagt in der ZIB 2 "politisch motivierte Schlammschlacht"

H. C. Strache verteidigte nun auch in der ZIB 2 seine Aussagen am WKR-Ball
H. C. Strache verteidigte nun auch in der ZIB 2 seine Aussagen am WKR-Ball ©DAPD
In der ZIB 2 am Dienstag äußerte sich H. C. Strache erneut zu den umstrittenen Zitaten, die er laut einem Journalisten des "Standard" am WKR-Ball getätigt haben soll. Der FPÖ-Chef bezeichnet diese beharrlich als "aus dem Zusammenhang gerissen" und gab an, dass es sich um ein Haider-Zitat gehandelt habe. Eine weitere Zeugin kann dies jedoch widerlegen.
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Nachdem sich FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache am Dienstag bereits auf Facebook über den Umgang der Medien mit seinem umstrittenen “Juden-Vergleich” beschwert hatte, war er am Dienstagabend in der ZIB 2 bei Moderator Armin Wolf zu Gast. Dort gab Strache ebenfalls an, sich als Opfer einer “parteipolitisch motivierten Schlammschlacht” zu fühlen.

Strache: “Nicht einmal angerufen”

Seine Aussagen zu “neuen Juden” und zur “Reichskristallnacht” beim Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) seien von einem Journalisten des “Standard” bewusst aus dem Zusammenhang gerissen worden, beklagte er sich am Dienstag in der ZiB 2. Die Redaktion der Tagezeitung beharrte dagegen auf ihrer Darstellung.

Seine Aussagen seien völlig falsch berichtet worden, so Strache. Bundespräsident Heinz Fischer habe ihn nicht einmal angerufen, bevor er die Verweigerung des “Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern” bekanntgegeben habe.

Juden-Vergleich ein Haider-Zitat?

Vergleiche mit dem Nationalsozialismus hätten die Ball-Gegner getroffen, denn diese hätten die Gäste attackiert und etwa “Erschießt die Nazi-Schlampen!” gerufen. Das Pogrom von 1938 sei einzigartig, und “Wir sind die neuen Juden” sei ein Zitat des verstorbenen Ex-FPÖ-Chefs Jörg Haider, das bei dem Ball zur Sprache gekommen sei.

Dass die FPÖ in diesem Bereich klare Distanzierungen vermissen lasse, wies Strache zurück. Seine Partei habe mit Antisemitismus und Nationalsozialismus nichts zu tun. “Ich habe Schlussstriche gezogen”, betonte der FPÖ-Obmann.

Eine Zeugin kann Kontext bestätigen

Die Redaktion des “Standard” hielt dagegen in einer schriftlichen Stellungnahme fest, dass gegenüber ihrem Journalisten Tobias Müller an diesem Abend in der Hofburg im persönlichen Gespräch mit Strache nie der Name Haider gefallen sei, auch sei zu keiner Zeit von einem Haider-Zitat die Rede gewesen. Dies könne eine Zeugin bestätigten, die von Anfang an an diesem Gespräch teilgenommen habe.

Strache habe von sich aus, ohne von Müller darauf angesprochen worden zu sein, von Angriffen auf Burschenschaftsbuden gesprochen und diese mit der “Reichskristallnacht” verglichen, sowie den Satz “Wir sind die neuen Juden” formuliert. “Müller kann und würde dies auch vor Gericht unter Eid bezeugen”, wurde betont. Zu diesem Gespräch gebe es ein Gedächtnisprotokoll, das noch in derselben Nacht angefertigt worden sei.

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