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Nach Vögele-Insolvenz: 700 Beschäftigte warten auf Gehälter

Ansprüche sollen so schnell wie möglich abgewickelt werden.
Ansprüche sollen so schnell wie möglich abgewickelt werden. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Rund 700 Beschäftigte sind in Österreich von der Vögele-Insolvenz betroffen. Wann die Mitarbeiter mit ihren Gehältern rechnen können, ist derzeit noch unklar.
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Der Insolvenzentgeltfonds (IEF) will die einzelnen Ansprüche der Mitarbeiter so schnell wie möglich abwickeln, der genaue Zeitraum sei aber derzeit noch ungewiss, sagte eine IEF-Sprecherin heute, Mittwoch, zur APA.

700 Beschäftigte von Vögele-Insolvenz betroffen

Vor allem die Mitarbeiter, die derzeit auf ihre Juligehälter und Urlaubsgelder warten, brauchen bald Klarheit. In nächster Zeit sollen die Beschäftigten in bundesweiten Belegschaftsversammlungen über die nächsten Schritte informiert werden.

Rund 700 Beschäftigte sind hierzulande von der Insolvenz betroffen. Die ausstehenden Gehälter können sie nun vom IEF bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Forderungen bei Gericht angemeldet und bei der IEF-Service GmbH (Insolvenzentgeltfonds ) beantragt werden. “Budgetär ist vorgesorgt”, versicherte IEF-Geschäftsführer Richard Fuchsbichler bereits am Dienstagnachmittag gegenüber der APA. “Wir sind vorbereitet.”

Beim IEF prüft man derzeit die “Eckdaten” und betont noch einmal, dass die einzelnen Ansprüche so schnell wie möglich abgewickelt werden.

Dienstverträge bleiben derzeit noch aufrecht

Laut Arbeiterkammer ändert sich derzeit für die Vögele-Belegschaft noch nicht viel. Die Dienstverträge blieben noch aufrecht, die Beschäftigten müssten weiterhin ihre Arbeitspflichten erfüllen, so die AK heute in einer Aussendung. Auch warnen AK-Experten vor überstürzten Kündigungen, da so Ansprüche verloren gehen könnten. Man setze aber alles daran, den Beschäftigten so schnell wie möglich ihr Geld zukommen zu lassen.

In nächster Zeit werden Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Betriebsrat bundesweite Belegschaftsversammlungen für die Beschäftigten abhalten. In Absprache mit dem Masseverwalter und dem Betriebsrat erstelle man derzeit Zeitpläne, wann die Versammlungen in den Filialen stattfinden sollen, hieß es heute seitens der Arbeiterkammer. Die Beschäftigten sollen dort über ihre Rechte und Pflichten und die weiteren Schritte aufgeklärt werden.

Belegschaftsversammlungen starten nächste Woche

Ab kommendem Montag sollen die ersten Belegschaftsversammlungen in den österreichischen Charles-Vögele-Filialen begonnen werden. Die Arbeiterkammer wird ab nächster Woche jede Filiale österreichweit besuchen und die von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten über die weiteren Schritte informieren, so Bruno Sundl, Leiter der Insolvenzabteilung der steirischen Arbeiterkammer zur APA.

Die genauen Zeitpläne, wann welche Niederlassung besucht wird, werden ebenfalls am Montag durch die Vorsitzende des Betriebsrats intern veröffentlicht, so Sundl. Den vom Insolvenzentgeltfonds IEF kommunizierten Zeitraum von sechs bis acht Wochen, in denen die Beschäftigten ihre Gehälter erhalten sollen, hält Sundl für realistisch.

Die AK hilft den Mitarbeitern durch Berechnung und Durchsetzung der Ansprüche. Der Insolvenz-Entgeltfonds und der Masseverwalter prüfen die Ansprüche. Die AK setzt sich dafür ein, dass die Prüfung rasch erfolgen kann und Insolvenz-Entgelt ausbezahlt werden kann. Vertreten werden die Arbeitnehmer sowohl im gerichtlichen Insolvenzverfahren als auch im Verfahren zur Geltendmachung der Ansprüche vor dem Insolvenz-Entgelt-Fonds vom ISA, einem gemeinsamen Verein von AK und Gewerkschaften.

Gewerkschaft initiiert notfalls Arbeitsstiftung

Sollten die Investorenverhandlungen im Fall Charles Vögele scheitern, schafft die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck und Papier (GPA-djp), eine Arbeitsstiftung. Der AMS habe bereits zugesagt sich an den Kosten zu beteiligen. Mit den Ländern führe man auch schon konstruktive Gespräche, sagte ein Pressesprecher der Gewerkschaft gegenüber der APA. Trotzdem hoffe man weiterhin auf einen positiven Ausgang der Investoren-Verhandlungen, erklärte Barbara Teiber, Geschäftsführerin der GPA-djp in einer Aussendung. Kommende Woche wird die GPA-djp gemeinsam mit dem Vögele-Betriebsrat und der Arbeiterkammer die Beschäftigten über den Stand der Dinge informieren.

Eine Arbeitsstiftung ist eine Einrichtung, um arbeitslosgewordene Arbeitnehmer – beispielsweise bei Insolvenz des Unternehmens – durch zielgerichtete Schulungsmaßnahmen wieder in die Erwerbstätigkeit zu bringen.

(APA/Red)

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