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Nach tödlichem Unfall: Haft auf Bewährung für Alkolenker

Feldkirch - Jener 37-jährige Unfalllenker, der im Jänner in Dornbirn-Wallenmahd einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hatte, ist am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu sieben Monaten Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
Archiv: Tödlicher Unfall in Dornbirn
Alkolenker vor Gericht

Im Jänner ereignete sich in Dornbirn-Wallenmahd ein schrecklicher Unfall. Ein 37-jähriger Frühpensionist fährt mit seinem Pkw auf einen Schutzweg zu. Es ist dunkel, die Straße nass. Es schneit leicht und der Mann hatte 0,52 Promille. Wie schnell er gefahren ist, lässt sich nicht sagen. Zwei Fußgängerinnen wollen die Straße überqueren. Den Weg bis zur Verkehrsinsel haben sie zurückgelegt. Als sie ihren Weg fortsetzen, kommt es zur Kollision. Diese endet für eine 28-jährige Wolfurterin tödlich. Die Verunglückte hinterlässt zwei Kinder im Alter von sechs und zehn Jahren. Ihre Freundin kommt mit schweren Verletzungen davon: Beckenbruch, gebrochene Knie und Beine. Sie muss mit Krücken gehen und leidet auch psychisch noch sehr.

Folgenschwerer Fehler

„Mein Mandant hat ein Menschenleben auf dem Gewissen“, möchte Verteidiger Dieter Klien nichts beschönigen. Er sieht den Fehler des Lenkers in der falschen Reaktion. „Er sah die Frauen und bremste leicht, dachte aber, dass sie stehen bleiben würden und gab wieder Gas.“ Auch wenn sich nicht rekonstruieren lässt, wie schnell der Mann fuhr, steht für das Gericht fest, dass es zu schnell war. 60 km/h sind erlaubt, bei einem Schutzweg ist die Geschwindigkeit allerdings zu reduzieren, vor allem wenn Personen die Straße überqueren wollen. Die beiden Frauen wurden mit rund 50 km/h angefahren.

Sieben Monate Haft

Dem 37-jährigen Angeklagten tut es aufrichtig leid. „Ändern kann ich es nicht mehr“, bedauert er. Wegen fahrlässigerTötung und fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen erhält er sieben Monate auf Bewährung. Die Geldstrafe beträgt auf Grund der bescheidenen finanziellen Verhältnisse 1200 Euro. Den Hinterbliebenen schuldet er 15.000 Euro, der Schwerverletzten vorerst 5.000 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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