Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Nach Krise wieder im Aufwind

(VN) - Doppelmayr eröffnet Rekord-Seilbahn in Sölden und freut sich über volle Auftragsbücher.

Die Auftragslage des Seilbahnkonzerns Doppelmayr ist derzeit „gut bis sehr gut“, freut sich Marketingleiter Ekkehard Assmann im Gespräch mit den VN. In der Wirtschaftskrise sind die Umsätze allerdings um neun Prozent geschrumpft, vor allem durch einen Nachfragerückgang in Nordamerika und in Osteuropa. „In Österreich haben wir nichts gespürt und im Olympiaort Sotschi in Russland bauen wir derzeit 20 Anlagen.“ Paradeprojekt ist die neu errichtete „Gaislachkoglbahn“ in Sölden (Tirol), die Anfang Dezember in Betrieb geht. „Wir kombinieren dort zwei Seilbahntypen: Eine kuppelbare Gondelbahn, die in 107 Kabinen pro Stunde 3600 Personen befördern kann; und eine Dreiseil-Umlaufbahn (zwei Tragseile und ein Zugseil) mit 19 Kabinen, in denen jeweils 30 Personen auf 3040 Meter Höhe transportiert werden.“ Eine Weltneuheit ist, dass für diese Bahn kein eigenes „Bergekonzept“ (Abseilen der Passagiere oder Rettung mittels Hubschrauber bei Zwischenfällen) entwickelt werden musste. Alle wichtigen Komponenten sind mehrfach vorhanden, die Kabinen können dadurch unter allen Umständen in die Berg- oder die Mittelstation gefahren werden. So wurden neben dem Hauptantrieb zwei Notantriebe installiert, Seilentgleisungen bei den Stützen werden durch spezielle Vorrichtungen verhindert und Wetterstationen melden drohende Unwetter. „Mit dem Dreiseil-Konzept 3S können wir aber auch bei Windstärken von hundert Stundenkilometer gefahrlos fahren“, betont Assmann. „Seilbahnen sind nach Aufzügen das sicherste Verkehrsmittel überhaupt“, sagt Assmann und verweist auf eine Statistik aus dem Jahr 2006, an der sich aber tendenziell wenig geändert hat: „Die ÖBB befördern jährlich 250 Millionen Passagiere, die Seilbahnen kommen in ganz Österreich auf 600 Millionen Passagierfahrten.“

Großinvestition in Sölden

Insgesamt hat Sölden in den Neubau der Tal-, der Mittel- und der Bergstation, in die beiden Seilbahnen und neue Beschneiungsanlagen in den letzten beiden Jahren 60 Millionen Euro investiert, davon rund 36 Millionen in das Projekt „Gaislachkoglbahn Neu“. Wieviel davon auf die Liftanlagen selbst entfällt, will Assmann nicht verraten. Die Transportkapazität von 3600 Personen pro Stunde sei jedenfalls „Weltrekord“, der Auftrag ist „das größte jemals in Österreich realisierte Projekt“. Die geologischen Schwierigkeiten und der Permafrost in 3000 Metern Höhe erforderten besondere technische Vorkehrungen: So sind die Fundamente der obersten Stütze jeweils um 60 Zentimeter längs und quer verschiebbar und auch um 60 Zentimeter anhebbar. Die Bergstation ruht auf 19 Fundamenten, die hydraulisch um maximal einen Meter nachjustiert werden können.

Beschneiung wird ausgebaut

Sölden selbst investiert derzeit neben dem Neubau der Aufstiegshilfen vor allem in einen Ausbau der Beschneiungsanlagen: „Wir wollen die beiden Gletscher in den Skigebieten stabilisieren“, erklärt Jakob Falkner, Geschäftsführer der Seilbahnen Sölden, bei der Vorstellung des Projekts in Wien. Dazu wurde in zweijähriger Bauzeit und mit Kosten von neun Millionen Euro ein 17 Meter tiefer Speicherteich mit einer Kapazität von 405.000 Kubikmetern gebaut.

Neu ist auch das Ticketingsystem: Kunden können die Lifttickets daheim über Internet bestellen und mittels zugesandtem Code bei einem Abholmaten in Sölden beziehen.

Gaislachkogl

Einseil-Umlaufbahn (1. Sektion) Kapazität: 3600 Personen/Std. Höhendifferenz: 811 Meter Länge: 2040 Meter Stützen: 13 Geschwindigkeit: 21,6 km/h Dreiseilbahn (2. Sektion) Kapazität: 1400 Personen/Std. Höhendifferenz: 864 Meter Länge: 1978 Meter Stützen: 3 Geschwindigkeit: 21,6 km/h

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Nach Krise wieder im Aufwind
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen