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Nach Hetzjagd von Mügeln Ermittlungen gegen einen Inder

©AP
Nach der Hetzjagd auf acht Inder in Mügeln im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt ermitteln die Behörden nun auch gegen eines der mutmaßlichen Opfer.

Auf Anzeige eines 28 Jahre alten deutschen Festbesuchers, der bei den Ereignissen vor knapp drei Wochen verletzt worden war, wurden Ermittlungen gegen einen 41 Jahre alten indischen Festbesucher aufgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig am Donnerstag mitteilte. Der Mann stehe unter dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung.

Dem 28-jährigen Deutschen seien bei den Auseinandersetzungen vor dem Festzelt von einer bisher unbekannten Person mutmaßlich mit einer abgeschlagenen Flasche Schnittverletzungen am Rücken zugefügt worden. Bei der polizeilichen Vernehmung habe der beschuldigte 41-Jährige von seinem Recht Gebrauch gemacht, keine Angabe zur Sache machen zu müssen. Hinsichtlich der übrigen bei den Gewalttätigkeiten verletzten deutschen und indischen Festbesuchern werde weiter mit Hochdruck an der Aufklärung gearbeitet, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Bei einem Stadtfest in Mügeln waren acht indische Textilhändler von rund 50 Jugendlichen und Heranwachsenden verfolgt und verletzt worden. Die Inder konnten sich vor der Menschenmenge nur in eine Pizzeria flüchten. Dabei fielen „Ausländer-raus“ und „Deutschland den Deutschen“-Rufe. Bisher hatte die Staatsanwaltschaft gegen zwölf Personen wegen Volksverhetzung, Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung ermittelt.

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