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Nach Amoklauf in NÖ: Angehörigen der Opfer werden betreut

Wilderer - "In der Geschichte des Roten Kreuzes noch nie vorgekommen"
Wilderer - "In der Geschichte des Roten Kreuzes noch nie vorgekommen" ©APA/ROBERT JAEGER
Der Schock nach dem Amoklauf in Niederösterreich sitzt tief: "In der Geschichte des Roten Kreuzes hat es so etwas noch nicht gegeben", sagte nun ein Sprecher der Einsatzkräfte. Die Angehörigen der Opfer werden nun von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Rotes Kreuz trauert
Am Einsatzort
Polizei bestätigt: Drei Todesopfer
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Bilder vom EInsatzort

 Bei Rot Kreuz-Vizepräsident für Niederösterreich, Josef Schmoll, sitzt der Schock nach dem Einsatz Amoklauf in Annaberg, wo ein Sanitäter sowie drei Polizisten bei einem Einsatz erschossen worden sind, tief. Dass ein Rot Kreuz-Mitarbeiter im Dienst ums Leben kommt, kommt “vielleicht alle fünf Jahre” vor, also so gut wie nie.

Angehörige der Opfer werden betreut

Die Angehörigen der Opfer sind noch in der Nacht auf Dienstag um ca. 1.00 Uhr von den tragischen Vorfällen informiert worden und von einem Kriseninterventionsteam (KIT) betreut worden. Der Einsatz des KIT erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Akut-Team Niederösterreich.

Neben den Angehörigen wurden auch Rot Kreuz-Mitarbeiter betreut, die mit den Opfern zusammengearbeitet oder sie gut gekannt hatten. Ob und wie weit das Angebot einer psychischen Betreuung angenommen wurde, konnte Schmoll nicht sagen. Der Sanitäter, der getötet wurde, war ein langjähriger Mitarbeiter des Roten Kreuzes. “Er war der Motor der Dienststelle. Er hat die Dienststelle Annaberg mit seinen eigenen Händen errichtet”, so Schmoll.

Tiefe Betroffenheit nach Amoklauf in NÖ

Zum Vorfall in Annaberg meinte der Vize-Präsident: “Das ist ein Wahnsinn. (…) Es handelt sich hier um Menschen, die ihr Leben, egal ob sie Polizisten oder Rettungsmitarbeiter sind, für die Bevölkerung einsetzen.” Der Tod der Einsatzkräfte habe bei Schmoll “tiefe Betroffenheit” ausgelöst. Es habe keine Möglichkeit gegeben, in dieser Situation deeskalierend einzuwirken, weil der Täter “aus dem Auto heraus” geschossen habe. “Das war eigentlich ein Einsatz, um Leben zu retten.”

Der Vorfall habe “irrsinnig viel Solidarität” unter den Rot Kreuz-Mitarbeitern ausgelöst. Für die weiteren Einsätze in dem Fall seien die Kollegen vom “Gefahrenpotenzial” ihres Einsatzes informiert worden. “Da wird keiner gezwungen”, so Schmoll.

Die Leiche des mutmaßlichen Amokläufers wurde neuesten Berichten nach, verbrannt im Keller des Hauses gefunden. Hier mehr dazu.

(Red./APA)

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