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Mutmaßlicher Mafia-Boss in New York festgenommen

Der mutmaßliche Boss einer der ältesten italienischen Mafia-Familien in New York ist am Dienstag (Ortszeit) zusammen mit mehreren weiteren Mitgliedern festgenommen worden. Wie aus der bei einem Bundesgericht eingereichten Anklageschrift hervorgeht, werden ihnen unter anderem Erpressung und Geldwäsche vorgeworfen. Beschuldigt sind zehn Mitglieder der Colombo-Familie.

Chef der Familie ist mutmaßlich der 87-jährige Andrew "Mush" Russo. Unter den Angeklagten sind außerdem seine Nummer zwei, der 83-jährige Benjamin Castellazzo sowie sein Berater Ralph DiMatteo. Sie sollen laut der Vorwürfe versucht haben, eine Gewerkschaft zu unterwandern und die Kontrolle über sie zu übernehmen.

Die Colombo-Familie ist eine von fünf großen italienisch-amerikanischen Mafia-Organisationen im Nordosten der USA. Die übrigen sind die Familien Genovese, Lucchese, Gambino und Bonanno. Russo wurde bereits in sieben Fällen wegen Verbrechen verurteilt und war zuletzt 2013 aus der Haft entlassen worden.

In den vergangenen Jahren wurde die New Yorker Mafia durch mehrere Schläge geschwächt. Dazu zählen Verhaftungen, aber auch Kämpfe innerhalb der Familien sowie die Konkurrenz durch andere kriminelle Organisationen. Dennoch gelten sie nach wie vor als aktiv.

(APA/AFP)

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