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Mut zur Veränderung – Auftaktveranstaltung „Kirche in der Stadt“

Rege Diskussion bei der Auftaktsveranstaltung  "Kirche in der Stadt"
Rege Diskussion bei der Auftaktsveranstaltung "Kirche in der Stadt" ©seeburgerh

Es wird ernst. Die Katholische Kirche in unserem Land setzt einen weiteren Schritt mit der Schaffung von Seelsorgeräumen in den Städten bzw. städtischen Räumen wie Bregenz, Dornbirn, Lustenau, Hohenems und Bludenz. Seelsorger und verantwortliche, interessierte Laien aus diesen Gemeinden wurden deshalb zur Auftaktveranstaltung in den Pfarrsaal Bruder Klaus in Dornbirn Schoren geladen. Diözesanadministrator Dr. Benno Elbs und Pastoralamtsleiter Dr. Walter Schmolly waren über den zahlreichen Besuch und das große Interesse sichtlich erfreut. Damian Kaeser-Casutt, St. Gallen, Pfr. Michael Baunacke, Mainz und Günter Schmitt, Schweinfurt berichteten sehr eingehend aus ihren Erfahrungen mit der Citypastoral, den Seelsorgeräumen in ihren Städten und gaben Einblick in diese neuen Seelsorgewege. Wichtig dabei ist, dass wir den Mut haben zur Veränderung, Neues zu schaffen und Altes loszulassen, dabei jedoch den Menschen immer im Blickfeld zu haben, auf ihn zuzugehen. Wir dürfen aber auch immer darauf vertrauen, dass Gott mit uns auf dem Weg ist. Der Pastoraltheologe aus Wien, Univ. Prof. Dr. Johann Pock, nahm in seinem Vortrag Bezug auf das Thema: Stadt als Lernort für die Pastoral. Dabei ist ihm wichtig, dass bei allen Änderungen die Notwendigkeit der persönlichen Glaubensweitergabe erhalten bleibt, denn ohne gemeinschaftlich gelebten und bezeugten Glauben ist Christentum auch in der Stadt nicht denkbar. Abschied nehmen müssen wir von einer das ganze öffentliche und private Leben prägenden Volkskirche. Neben den Pfarren wird es aber auch unterschiedliche Formen von christlichen Gemeinschaften brauchen. Vor allem bestimmen viele Christen selbst ihre Nähe oder Distanz zu kirchlichen Angeboten. Dies erfordert von der Kirche Flexibilität und Toleranz. In einem abschließenden Statement zu dieser Veranstaltung sagte für den Seelsorgeraum Bludenz u. Umgebung Heinz Seeburger, dass es ein spannender Prozessweg wird, an dem alle gemeinsam arbeiten müssen, wobei Ende und Ausgang noch nicht vorhersehbar sind. Strukturveränderungen sind gefragt, wobei Wege gefunden werden müssen, wie man mit den Recourcen der Gesellschaft und dem vorhandenen Personal umgeht. Offen bleibt, ob letztlich die Kirchenleitung dahinter steht. Der nächste Schritt der Projektgruppe Stadt Bludenz u. Umgebung wird sein, zu erkunden, was in den einzelnen Pfarreien an Bestehendem vorhanden ist, welche Strukturen verändert werden sollen, wo Vernetzungen möglich sind, aber auch, was an Neuem geschaffen werden kann.

Heinz Seeburger
Kommunikationsverantwortlicher

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