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„Mut haben, sich zu entscheiden“

Die kreative Friseurin hat sich mit ihrem Studio „Kaiserschnitt“ einen Traum erfüllt.
Die kreative Friseurin hat sich mit ihrem Studio „Kaiserschnitt“ einen Traum erfüllt. ©W&W
Susanne (29) Sirowy aus Nenzing hat sich mit dem Salon „Kaiserschnitt“ den Traum von der Selbständigkeit erfüllt. Mit W&W spricht sie über ihren Werdegang und die Chancen, die eine gute Lehrausbildung bringt.

„Nach der Pflichtschule bin ich eigentlich wegen meinen Eltern noch in die Handelsschule gegangen. Diese habe ich aber bald darauf wieder abgebrochen“, erinnert sich Susanne. „Mein Ziel war immer schon, Friseurin zu werden, was vor allem meinem Papa anfangs unter anderem wegen der Verdienstmöglichkeiten überhaupt nicht geschmeckt hat.“ Hinzu sei auch noch gekommen, dass es dafür nicht sofort eine freie Lehrstelle gegeben habe. „Ich habe dann eine Lehre im Einzelhandel gemacht, denn man entwickelt sich beim Einstieg ins Berufsleben schnell weiter. Neben vielem Fachlichen habe ich auch gelernt, mit Menschen umzugehen.“

„Kindern mehr vertrauen“

Im Anschluss an ihre erste Lehre hat Susanne aber weiterhin konsequent das Ziel verfolgt, Friseurin zu werden. „Bei mir muss immer etwas weitergehen, darum habe ich sozusagen als Überbrückung die erste Lehre gemacht. Danach konnte ich jene zur Friseurin als verkürzte Lehre machen“, erklärt sie. Parallel habe sie außerdem noch eine Zusatzausbildung zur Makeup-Artistin gemacht. Das zeige, dass die Entscheidung für eine Lehre nicht unbedingt eine fürs Leben sein muss: „Oft haben die Eltern irgendwelche Vorstellungen und entscheiden dann für den Nachwuchs, was am besten sein soll. Ich denke, viele sollten ihren Kindern mehr vertrauen, wenn diese früh den Mut haben, selbst zu entscheiden.“

„Alle Türen stehen offen“

Die Vorteile einer Lehre sind für Susanne schnell gefunden: „Durch den frühen Einstieg ins Arbeitsleben kann man sich sehr individuell entwickeln. Es herrscht heute die Vorstellung, dass man mit einer Lehre für immer in diesem Beruf festhängt. Darum schieben wohl viele Junge diese Entscheidung bewusst auf die lange (Schul-)Bank. Ich kann aber verstehen, dass sich dann doch einige zu einer Lehre nach der Matura entschließen, weil man in diesem Alter schon eine andere Einstellung hat“, erklärt sie. Früh herauszufinden, was einem gefällt und was nicht, könne aber auch ein großer Vorteil sein. „Eine Lehre ist fachbezogen und spezifisch, aber man kann ja später auch noch etwas Anderes lernen. Wenn mein Traumjob Tierärztin wäre, könnte ich das jetzt auch noch werden. Ich wäre zwar erst mit 40 fertig, aber wenigstens würde ich das machen, was mir gefällt“, ist Susanne überzeugt. „Einen Abschluss – egal welchen – kann mir aber niemand mehr nehmen. Trotzdem stehen einem alle Türen offen, sich weiterzubilden und auch nach einer Lehre z.B. noch studieren zu gehen. Mit meinem eigenen Salon habe ich mir meinen Job-Traum von der Selbständigkeit erfüllt. Ich habe mein Ding gemacht und wurde dabei immer unterstützt. Heute stehe ich mit beiden Beinen im Leben, mein Job erfüllt mich und das macht auch den Papa stolz“, so die selbstbewusste junge Frau.

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