Musik verbindet die Völker

Erfolgreiches Herbstkonzert des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg im SAL.
Erfolgreiches Herbstkonzert des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg im SAL. ©Volksblatt/Zanghellini

Am Sonntag fanden die Herbstkonzerte des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg im SAL in Schaan als Matinee und am Abend in Sargans statt.

Schaan. Der SAL in Schaan war trotz des strahlenden Spätsommerwetters am Vormittag sehr gut besucht, als das renommierte Orchester Liechtenstein-Werdenberg unter seinem schwungvollen Vorarlberger Dirigenten Stefan Susana (mit etlichen Vorarlberger Musikern) zum traditionellen Herbstkonzert einlud. Das historische Datum 9/11 bot dem Orchester-Präsidenten Hansrudi Sele Gelegenheit, auf den völkerverbindenden Gehalt des Konzertprogramms besonders hinzuweisen, lautete das Motto doch “Okzident trifft Orient” und brachte neben europäischen Konzerthits auch Werke zweier türkischer Komponisten und den genialen türkischen Saz-Spieler Aydin Balli zu Gehör.

Türkische Klänge

Aydin Balli lebt seit 1975 in Österreich und lehrt und musiziert derzeit in Dornbirn. Sein Instrument, das er meisterhaft beherrscht, ist die Saz, die türkische Laute mit echt orientalischem Klangflair. Balli spielte die Saz zuerst in der “Rhapsodie für Symphonisches Orchester” (2005) des in Vorarlberg tätigen, beim Konzert anwesenden türkischen Komponisten, Dirigenten und Musiklehrer Murat Üstün. Er sagt zum Titel “Eurient”: “Ich ließ in dieser Rhapsodie die türkische Volksmusik auf die europäische Hochromantik prallen.” Noch markanter traten Balli und sein virtuoses Saz-Spiel in den vital-tänzerischen “Acht Stücken für Saz und Orchester” des türkischen Komponisten M. Özden Uluc hervor. Für den stürmischen Applaus bedankte sich der bescheidene Maestro Aydin und seine Saz mit einer atemberaubenden Version des beliebten “Türkischen Marsches” von Mozart.

Schönes aus dem “Westen”

Und der Beitrag des “Alten Europa” im Westen unter dem temperamentvollen, geradezu federnden Dirigat von Stefan Susana konnte sich auch “hören lassen”… Rossinis “Semiramis”-Ouvertüre voll Brio, ein Ausschnitt aus “Scheherazade” von Rimski-Korsakow mit blühendem Geigen-Solo von Helga Frommelt, das sinnlich lodernde “Bacchanale” aus Saint- Saens´ “Samson und Dalila”, die etwas lüsterne, aber unbekannte “Fata Morgana” von Franz Lehár und der rassige “Persische Marsch” von Johann Strauß Sohn… Beste Stimmung auf der Bühne und im Saal, allerdings mit ein bisschen Wehmut – es hieß bei diesem Konzert mit herzlichem Dank nämlich Abschied zu nehmen von drei hochverdienten Orchestermitgliedern seit Jahrzehnten, Konzertmeisterin Helga Frommelt, Erster Klarinettist Pepi Frommelt und Stimmführer der zweiten Geigen Otto Matheisl aus Vorarlberg.

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