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Musik im Blut: Jam Session DS

Virtuelle Klampfe für Musikusse: Jam Session DS.
Virtuelle Klampfe für Musikusse: Jam Session DS. ©Waibel
Der DS ist die ideale Konsole für den Zock Zwischendurch unterwegs. Mit „Jam Sessions“ mutiert er zum Musikinstrument.  

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis nach Singstar für die Goldkehlchen unter uns Zockern, jüngst Guitar Hero für die Headbanging Fraktion, Beatmania oder auch Dancing Stage ein Musikgame für unterwegs folgt. Aufgrund der Möglichkeiten der Bedienung bot sich da der DS geradezu an – Ubisoft hat sich der Sache angenommen und mit Jam Sessions ein Spiel designt, das eigentlich keines im üblichen Sinne ist.

Dabei haben sie das Rad nicht neu erfunden, im Reich der aufgehenden Sonne hat “Hiite Utaeru DS Guitar M-06” bereits das Potential dieses Prinzips unter Beweis gestellt. Ubisoft griff die Idee nur auf und portierte das Prinzip für den westlichen Markt. Die Anpassung erfolgte, wie so oft bei Musikspielen, im Bereich der Songliste. Statt japanisch ausgeflippter Popkultur finden sich auf dem Modul nun etwa 40 Songs, wobei sich der Bogen von den Jackson 5 über Jimi Hendrix bis hin zu modernen Interpreten wie Avril Lavigne, Juli oder den Guano Apes spannt. Da Noten und Lyriks integriert sind, kann man den Song nicht nur nachklimpern, sondern im auch im Karaoke-Style nachträllern.

Ein Spielziel sucht man vergebens, denn es lautet schlichtweg: Spaß. Während die Songs abgespielt werden, muss zwar eine gewissen Folge an Akkorden geschlagen werden, was aber überhaupt nicht zur Abfolge passen muss. Wer sich der Sache mit einem gewissen Ernst annimmt, folgt Notenlinien. Allerdings gibt es nicht wie bei Guitar Hero Hilfen, welcher Ton nun als nächstes geschlagen werden muss. Somit ist musikalisches Feingefühl vonnöten oder eben durch das Spielen von Jam Sessions anzueignen.

Dieses freie System bietet auch Vorteile. In kaum einem anderen Musikspiel hat der Spieler soviel künstlerische Freiheit. Auch die Bedienung ist DS-typisch intensiv und intuitiv – der Stylus trumpft auf. Via Steuerkreuz wählt man diverse Akkorde aus, und zupft sie auf dem Touchscreen via Stylus dann runter. Grundsätzlich stehen acht Akkorde zur Verfügung, via Tasteneingabe kann zwischen Dur und Mol umgeschaltet werden. Das gestaltet sich aber nicht gerade intuitiv oder bedienungsfreundlich und wird artet oft in eine frustige Sucherei aus. Viel Geduld ist vonnöten, um sich im Wirrwar der Akkorde zurecht zu finden, wer sich reinfuchst, wird mit tollen Erfolgserlebnissen verwöhnt.

Klanglich hat man mit Jam Sessions, wie der Name vielleicht bereits vermuten ließe, eine Akustikgitarre nachempfunden – Lagerfeuerromantik inklusive. Wer die volle klangliche Bandbreite genießen will, kann den DS auch an eine Verstärkeranlage anschließen. Dann sollte man aber in den Songs schon etwas sattelfest sein, sonst hat man ganz sicher Ärger mit den Nachbarn. Diverse Schieberegler bieten die Möglichkeit, den Klang durch Hall oder andere Effekte zu verfremden.

Optisch ist Jam Sessions zweckmäßig gehalten, der Schwerpunkt liegt auf den Bedienungsmöglichkeiten seiner virtuellen Klampfe. Beeindruckend dagegen präsentiert sich die Songliste:

Beck – Jack-Ass; Bob Dylan – Like A Rolling Stone; Bob Marley – No Woman No Cry; Coldplay – Yellow; Death Cab For Cutie – I Will Follow You Into Dark; The Fray – Over My Head; Nirvana – The Man Who Sold The World; Avril Lavigne – I’m With You; Rascal Flatts – Life Is A Highway; Blind Melon – No Rain; Johnny Cash – I Forgot More Than You’ll Ever Know; Janis Joplin – Me And Bobby McGee; Jackson 5 – Never Say Goodbye; Marvin Gaye – What’s Going On; Jimi Hendrix – Wild Thing; Amy Winehouse – You Know I’m No Good; Tom Petty – Needles And Pins; The Pigeon Detectives – I’m Not Sorry; Indochine – J’ai demandé à la lune; Les Négresses Vertes – Voilà L’été; Louise Attaque – J’t’emmène au vent; Mickey 3D – Respire; Pierpoljak – Je Sais Pas Jour; Nacha Pop – Chica de ayer; Mecano – Hoy No Me Puedo Levantar; Loquillo – Cadilec Solitario; Los Ronaldos – Adiós Papá;Alaska Y Dinarama – A Quién Le Importa; Battiato – Centro Di Gravità Permanente; Pino Daniele – Je So Pazzo; Eros Ramazzotti – Più Bella Cosa; Giorgia – Come Samprei; Litfiba – Il Mio Corpo Che Cambia;Juli – Perfekte Welle; Nena – Irgendwie Irgendwo Irgendwann; Juli – Geile Zeit; Guano Apes – Open Your Eyes; Bell Book & Candle – See Ya.

 

Fazit:

Jam Sessions will ein Spiel sein, das im Grunde keines ist. Viele werden das Modul im Grunde interessant finden, und ein wenig zum Spaß damit rumklimpern, das große Potential nutzen werden nur wenige. Spaß macht das ganze für sich allein oder auch in lustige Runde auf jeden Fall, wer aber unmusikalisch ist, wird auch durch Jam Sessions nicht musikalischer werden. Aber ich bin mir sicher: Jam Sessions wird auch wie Singstar, Beatmania oder Guitar Hero seine Anhänger finden. Ein geeignetes Weihnachtspräsent für musikbegeisterte DS Eigner ist es auf jeden Fall. Einzig die Songauswahl ist bestenfalls aus Sicht des Publishers sinnvoll – da deutschsprachige Jam Sessions Gamer mit den vielen französischen und italienischen Songs zumindest beim Mitträllern an ihre linguistischen Grenzen stoßen werden. Aber man möchte das Ding halt auch in den französischspracheigen Nachbarn, Italien und Spanien gut verkaufen.

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