Museumsarbeit im kulturellen und politischen Wandel

Vortrag im KUB
Vortrag im KUB ©kuehmaier

Bregenz. Im Vortrag von Charles Esche (Direktor Van Abbemuseum) & Galit Eilat (Kuratorin Van Abbemuseum) geht es um Strategien und Herausforderung der Museumsarbeit in der heutigen Zeit.

Wir leben in einer radikalen Zeit, nicht wahr? Revolutionäre Ereignisse finden vor unserer Haustür statt, geschichtsträchtige Kämpfe direkt vor unseren Augen, auch die unausgeglichene wirtschaftliche Situation Europas verweist auf die Notwendigkeit umfangreicher Modifikationen der Weltordnung. Jedoch sind es im scheinbar ruhigen Westeuropa ausschließlich konservative Regierungen, welche unser politisches Denken bestimmen. So wird Immigration als existentielle Bedrohung dargestellt und Kultur als elitäres Hobby, welches es zu marginalisieren oder privatisieren gilt. In Anbetracht dieser Radikalisierung, ist der vermeintlich einzig attraktive Vorschlag europäischen Kulturpolitik eine Rückbesinnung auf die behagliche Vergangenheit geprägt von ethnischer Homogenität und populärer Massenkultur.

Wie kann ein Museum auf diese kulturellen und politischen Wandel reagieren? Wie kann eine Strategie aussehen, die dieses Umfeld herausfordert und Internationalität und kulturelles Experimentieren fördert und unterstützt? Sind Museen und die in ihnen arbeitenden Personen in der Lage umgehend auf derartige um uns herum stattfindende Veränderungen zu reagieren?

Der gemeinsame Vortrag von Galit Eilat und Charles Esche wird ausgehend von ihrer Arbeit im Van Abbemuseum in Eindhoven Fragen wie diese zur Diskussion stellen und über die Möglichkeit eines politisch aktiven Museums im westlichen Europa 2011 nachdenken.

Galit Eilat ist freie Kuratorin (research curator) am Van Abbemuseum und Gründungsdirektorin des Israeli Center for Digital Art. Zurzeit ist sie zudem als Co-Kuratorin des Polnischen Pavillons der Biennale in Venedig 2011 tätig.
Donnerstag, 03. März 2011, 19 Uhr im KUB
Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

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