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Müll an der Dornbirner Ache beschäftigt das Bürgerforum

Elisabeth Meusburger macht darauf aufmerksam, dass vor allem ab der Furt Richtung Tierheim nicht so streng kontrolliert wird und dass man hier oft zurückgelassener Unrat vorfindet.
Elisabeth Meusburger macht darauf aufmerksam, dass vor allem ab der Furt Richtung Tierheim nicht so streng kontrolliert wird und dass man hier oft zurückgelassener Unrat vorfindet. ©cth
Dornbirn. Im Bürgerforum Dornbirn gibt es aktuell wieder eine angeregte Diskussion bezüglich Müllverschmutzung an der Dornbirner Ache.
Müll an der Dornbirner Ache beschäftigt das Bürgerforum

„Ich weiß, dass dieses Thema wahrscheinlich schon oft angesprochen wurde, aber wenn diese Müllverursacher nicht gestraft werden, wird sich das nie ändern. Warum kann man bei uns nicht auch 1-Euro-Jobs machen und ein paar Langzeitarbeitslose kontrollieren schicken“, meldete sich vergangene Woche Elisabeth Meusburger im Bürgerforum. Sie mag gar nicht mehr an die Ache gehen, da sie hier ständig mit Verunreinigungen konfrontiert wird. „Im Gebüsch liegen Unterhosen, von den Glasscherben, Papier und Lebensmittel ganz zu schweigen. Das ist richtig ekelhaft und da kann man nicht mehr von einem Erholungsgebiet sprechen“, so die Dornbirnerin weiter. Sie findet es sehr bedauerlich, dass nicht mal die Eltern ihren Kindern beibringen keinen Müll wegzuwerfen.

Vorschläge zur Verbesserung

Auch Wolfgang Juen stimmt dem zu. „Sie haben recht mit ihrer Feststellung, dass manche unsere MitbürgerInnen ein komplett gestörtes Verhältnis zu ihrer Umwelt haben und es nicht mehr üblich ist, Mitgebrachtes einfach wieder mitzunehmen und richtig zu entsorgen“, so Juen und findet die Idee, die Verursacher auch für die Reinigungsdienste heranzuziehen, sehr gut. Hingegen kann er sich mit dem Vorschlag für die 1-Euro-Jobs nicht anfreunden. „Das halte ich für entwürdigend. Da hielte ich es schon für gerechter, wenn man jene, die diese Tätigkeiten ausführen auch dementsprechend gut bezahlen würde“, Juen abschließend. Johannes Schobel, der das Thema ähnlich sieht, ergänzt dazu: „Die Flurreinigung jedes Jahr finde ich ein super Aktion, aber halt ein Tropfen auf den heißen Stein. Was mir auffällt – ich bin fast jeden Tag beim Fitnessparcour laufen – dass der Müllkübel dort fast jeden Tag überquillt. Vielleicht müssten manche Müllkübel vergrößert, vermehrt oder öfter geleert werden“, lautet sein Vorschlag. Und Teilnehmer Thomas C. hat noch einen weiteren: „Was wäre, wenn für das Reinhalten der Dornbirner Ache und dem Umfeld eine Prämie ausgelobt wird? Diejenigen, die aktiv ihren Beitrag dazu leisten, dass die Umwelt sauber bleibt sollen dafür belohnt werden – z.B. mit einer Gratis – Buskarte oder mit einem Gutschein für irgendwelche Lokalitäten hier in Dornbirn. Ich denke, dass man sicher kostenlos zu solchen Gutscheinen oder Vergünstigungen kommt, wenn man dann z.B. sagt, dass die Ausgabe dieser Gutscheine in einem offiziellen Rahmen geschieht und dann Bilder z.B. im Gemeindeblatt veröffentlicht werden. Somit wird auch wieder Werbung gemacht, was wiederum einen positiven Effekt hat.“

Situation soll sich laut Rathaus verbessert haben

Die Stadt Dornbirn äußerte sich kurz darauf zum Thema: „Die Achauen gehören zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Dornbirnerinnen und Dornbirner. Der Nutzungsdruck auf dieses Gebiet ist sehr groß.Die Stadt hat darauf in den vergangenen Jahren durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit – für mehr Eigenverantwortung, gegenseitige Rücksichtnahme und ein besseres Miteinander – reagiert“, so Ralf Hämmerle und betont dass man durch regelmäßige Einschaltungen im Gemeindeblatt aber auch durch Beratungsgespräche vor Ort und regelmäßigen Patrouillen der Stadtpolizei vor Ort bemüht ist, der Müllproblematik Herr zu werden.

„Während der Sommermonate werden zusätzliche Möglichkeiten der Abfallentsorgung angeboten und die Reinigungsintervalle erhöht. Neben dem Werkhof betreut auch das Team der Dornbirner Jugendwerkstätten seit einigen Jahren dieses Gebiet und bei schönem Wetter ist ein Team täglich zwischen der Furt und dem Krankenhaus unterwegs, entleert die Müllkübel sowie zusätzlich aufgestellten Sackbehälter und kümmert sich auch um die Abfälle im Gelände“, versichert Hämmerle und erklärt zudem, dass sowohl die Mitarbeiter des Werkhofs, der Jugendwerkstätten als auch die „Beratungsteams“ berichten, dass sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat. „Freilich gibt es nach wie vor schwarze Schafe, die sich auch durch Informationen kaum belehren lassen. Eine weitere Verbesserung der Situation kann ausschließlich über mehr Eigenverantwortung der Nutzer der Achauen erreicht werden und im Sinne eines besseren Miteinanders ist es dabei durchaus auch möglich, dass solche Gruppen von anderen Nutzern auf ihr Fehlverhalten angesprochen werden und damit klar machen, dass es auch andere Nutzungsinteressen gibt und dass nur bei gegenseitiger Rücksichtnahme die Achauen ein schönes und sauberes Naherholungsgebiet bleiben“, Hämmerle abschließend.

 

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