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"Moving Souls – spirituelle Einstimmung"

"Moving Souls" hieß die ökumenische Feier, zu der die Katholische Kirche Menschen aller Konfessionen und Religionen am Eröffnungstag der Weltgymnaestrada in die Halle 1 einlud.

Rund 1000 Menschen nahmen daran teil und ließen sich von Österreichs Olympiapfarrer Pater Bernhard Maier und dem Bregenzer evangelischen Pfarrer Wolfgang Olschbauer spirituell in das Weltsportfestival einführen.

Choräle (Texte: Fritz Schindlegger) des Vorarlberger Komponisten und Sängers Marque – er sang selbst den innigen Abschlusschoral – wurden vom Feldkircher Kammerchor mit Streicherensemble (Leitung: Martin Lindenthal) dargeboten. Tänzerinnen der Musikschule Bludenz (Leitung und Choreografie: Corinna Burtscher) setzten die Themen Gastfreundschaft, Begegnung und Toleranz tänzerisch um. Mit dabei auch die erfolgreichsten Turner Vorarlbergs, Hans Sauter und Thomas Zimmermann, die bei der Lesung der Fürbitten mitwirkten.

Buch und Regie stammten von Rainer Juriatti. Was in Kirchen nicht üblich ist, konnte in der Sporthalle freien Lauf nehmen: die Freude über die künstlerischen Darbietungen konnten sich in kräftigem Applaus äußern.

Schwungvoller Empfang vor Eröffnung der Gymnaestrada

hth. Während sich von Westen die Wolken immer dunkler herandrängten, sorgten die jungen Musiker des Dornbirner Jazzseminars unter ihrem Leader Benny Gleeson im Entree der inatura für beste Stimmung. „Es ist mir eine große Freude, die Turner aus aller Welt hier begrüßen zu dürfen“, leitete Bürgermeister Wolfgang Rümmele den Reigen der Festredner ein.

Stolz auf diesen Event

Sportlandesrat Siegi Stemer drückte den Stolz des Landes aus, „diesen Event ausrichten zu dürfen“, bedankte sich ganz speziell bei den 4000 freiwilligen Helfern und würdigte die „gigantische Logistik“, für die er in Vertretung für alle Aktivisten Geschäftsführer Erwin Reis und die Präsidentin des Organisationskomitees, Marie-Louise Hinterauer, hervorhob.

Dankbar ist auch ÖFT-Präsident Christian Katzlberger für die Vergabe der Gymnaestrada nach Vorarlberg, wo Stadt und Land maßgeblich für finanzielle Sicherheit sorgen. „Ich bin überzeugt, dass unsere Erwartungen übertroffen werden“, äußerte er sich optimistisch. Gespannt sei er auf die Impulse, die von dieser Veranstaltung ausgehen werden.

„Die wichtige Rolle der Gymnastik im Rahmen des Sports“ betonte FIG-Präsident Bruno Grandi und schenkte Bürgermeister Wolfgang Rümmele den Bildband „The FIG (Internationaler Gymnastikverband) in Pictures“.

Ihr Interesse an dieser Großveranstaltung bekundeten auch die Landesräte Manfred Rein und Dieter Egger, Vizebürgermeister Martin Ruepp, StR Andrea Kaufmann und die Vizepräsidenten der FIG, Michel Leglise und Koji Kakizawa.

Während da und dort Frust über den mittlerweile heftigen Regen aufkam, relativierte Geschäftsführer Erwin Reis: „Einige Nationen, die unter Wassermangel leiden, sprachen mich schon auf das wunderbare Wetter an…“ Trotzdem hoffen alle, dass der Wettergott zumindest während der Eröffnungszeremonie ein Einsehen hat. Er hatte!

Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete Weltgymnaestrada in Dornbirn

Es war wie ein kleines österreichisches Wunder: Nach heftigen gewittrigen Regenschauern am Nachmittag ging über dem Stadion Birkenwiese in Dornbirn just beim Aufziehen der österreichischen Flagge die Sonne auf und tauchte 22.000 Teilnehmer der Weltgymnaestrada und 5.000 Besucher in freundliches Abendlicht.

Die Begeisterung über den 50-minütigen, minuziösen Einmarsch der Nationen aus fünf Kontinenten und über die Eröffnungsshow war schier grenzenlos. 1.900 Turnerinnen und Turner aus Vorarlbergs Turnerschaften und Schulen, Vereine aus Deutschland, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein boten in einer fulminanten Bewegungs-Choreografie „Die vier Elemente“. 1.600 Kostüme waren geschneidert worden – in Blau, Weiß, Grün und Rot-Schwarz. Vier phantasievolle „Königinnen“ in Kostümen der Dornbirner HTL Textil leiteten das jeweilige Element ein. Gymnastisch, akrobatisch, tänzerisch wurden die Themen aufgelöst: die Choreografen Christiana Rosenberg-Ahlhaus (Sportinstitut Universität Konstanz) und der britische Tanzchoreograf Douglas Comley) hatten eine wahrlich „olympiareife“ Show einstudiert, die enthusiastisch aufgenommen wurde. Der offizielle Gymnaestrada-Song „Come together“, gesungen von Veronika, verspricht zum Hit zu werden.

Ehrengäste bei der Eröffnung waren – neben Bundespräsident Heinz Fischer, der die Eröffnung vornahm, und Bruno Grandi, dem Präsidenten des Weltturnverbandes FIG, der die große Bedeutung des Turnens für Alle als Breitensport betonte – der liechtensteinische Regierungspräsident Otmar Hasler, Vorarlbergs Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber und die Mitglieder der Landesregierung. Sie wurden von OK-Präsidentin Marie-Louise Hinterauer begrüßt.

Das Lob galt auch den Organisatoren: Im Nu war an alle Teilnehmer und Gäste Regenmäntel ausgeteilt und alle Busse umdirigiert, um die Teilnehmer trocken zum Stadion zu bringen. Das Pilotprojekt mit 800 Handys, über die alle Gruppenleiter per SMS über aktuelle Maßnahmen informiert werden können, hat sich schon am Eröffnungstag bewährt.

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