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Mordfall Bad Reichenhall: Tatverdächtiger schweigt

Im Mordfall Bad Reichenhall vom 14. Juli hält der inhaftierte 20-jährige Tatverdächtige sein Schweigen weiterhin aufrecht. "Er hat vor den Ermittlungsbehörden bisher keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht", erklärte sein Verteidiger Harald Baumgärtl auf Anfrage der APA. Eine Anklage ist noch nicht erstellt.


Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein, Björn Pfeifer, bestätigte die Angaben des Verteidigers. “Die Situation ist unverändert. Der Tatverdächtige schweigt weiter.” Bis zur Erstellung einer Anklage werde es noch dauern. “Die Prognose ist Anfang nächsten Jahres”, sagte Pfeifer.

Noch ausständig sind laut dem Verteidiger ein psychiatrisches Gutachten und ein psychologisches Zusatzgutachten. Das Gesamtgutachten soll auch eine Aussage über die Zurechnungsfähigkeit und über den Reifegrad des deutschen Soldaten zur Tatzeit treffen. Je nach attestiertem Reifegrad hängt es ab, ob für das Verfahren das Jugendstrafrecht oder das Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommt.

Baumgärtl hat sich mit dem Beschuldigten bereits getroffen. Über den Inhalt der Unterredung machte er keine Angaben. Er unterliege der Schweigepflicht, sagte der Verteidiger. Offenbar zeigt sich der U-Häftling nicht sehr gesprächig: “Man muss sehr langsam ein Vertrauen aufbauen, bis man an den Punkt kommt”, erklärte der Anwalt.

Der 20-jährige Bundeswehrsoldat stammt aus Rheinland-Pfalz. Er war vor der Bluttat in Bad Reichenhall stationiert. Dort soll er einen 72-Jährigen in der Nacht nach dem Finale der Fußball-WM getötet und eine junge Frau niedergestochen und ausgeraubt haben. Die 17-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde im Salzburger Landeskrankenhaus behandelt. Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte am 5. August in der Nähe von Trondheim in Norwegen. Er wurde am 1. Oktober nach Traunstein in Bayern ausgeliefert und dort in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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