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Montessori-Schule bis zur Matura

Weil sich ihre Kinder im Ländle weiterführende Montessori-Schule besuchen können, will die Altacherin Daniela Ender eine zwölfstufige Montessori-Schule in Dornbirn eröffnen.

„Montessori-Schulen Rheintal“ – so wird die neue Schule heißen. In jahrgangsübergreifenden Klassen wird von 8 bis 15 Uhr der Lehrplan der Volksschule und der AHS-Unter- und Oberstufe mit Hilfe der Pädagogik von Maria Montessori (siehe Fact-Box links) unterrichtet. Damit ist es in Vorarlberg erstmals möglich, eine Montessori-Schule bis zur Matura zu besuchen. Bislang gibt es im Ländle lediglich Montessori-Kindergärten und -Volksschulen.

„Wir fangen mit sechs Schulstufen an“, so die Schulgründerin in spe, Daniela Ender. Nachsatz: „Auf das Erlernen der englischen Sprache legen wir großen Wert. Deshalb werden unsere Schüler pro Tag eine Stunde Englisch-Unterricht haben.“

Ender sucht für ihre Schule noch „native speakers“, also Menschen, deren Muttersprache Englisch ist – und „engagierte und begeisterungsfähige LehrerInnen mit Montessori-Ausbildung“. Innerhalb eines Jahres möchte sie auch Partner (Sponsoren) fi nden, „die unsere Philosophie fi nanziell mittragen“. Konkret stellt sich die Altacherin das so vor: Sponsoren stellen Stipendien für Kinder zur Verfügung, deren Eltern sich die Schule nicht leisten können.

Die Hauptlast tragen die Eltern. Ender: „Ohne ihre Unterstützung können wir es nicht machen“. Also müssen Schulgebühren eingehoben werden.

Auf die Altacherin kommt noch viel Arbeit zu. Doch das nimmt sie in Kauf, können ihre zwei Kinder (10, 7) und viele andere Kinder dann doch eine Montessori-Schule bis zur Matura besuchen. Ender faszinierte es, wie gern ihre Sprösslinge in Amerika in die Montessori-Schule gingen und wie sie mit Freude lernten. Als sie wieder retour nach Europa kamen, konnten sie eine Klasse überspringen.

Eltern, die ihr Kind in die neue Schule schicken wollen, interessierte Lehrer und native speakers können sich an Daniela Ender wenden (unter Tel. 0650/5435555 oder per e-mail: monterhein@aon.at).


MONTESSORI

Begleitung statt Bevormundung

Die italienische Ärztin Maria Montessori (1870-1953) revolutionierte nachhaltig die Pädagogik. Montessori wollte weg von der Bevormundung hin zu einer Begleitung der Lernenden. Das Ziel ihrer Pädagogik: Den Kindern ein freudvolles Lernen in entspannter Atmosphäre ermöglichen, ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen nach dem Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“. Ihrzufolge ist es wichtig, Kinder zu befähigen, Dinge selber zu machen. So werde ihnen das Gefühl vermittelt, in der Welt etwas „bewirken“ zu können. Das Kind wird aktiv in die Verantwortung des Lernens einbezogen. In der Praxis sieht das so aus: Die Kinder lernen im jahrgangsübergreifenden Unterricht voneinander, die jüngeren von den älteren. Jedes Kind hat seinen individuellen Lernplan. Es bestimmt, wann es was lernt, mit wem es lernt (in der Gruppe, allein oder mit dem Lehrer) und wo es lernt. Es gibt keine Schulglocken und keine fi xen Stunden. Gelernt wird mit Materialen. Wenn ein Kind Hilfe braucht, wendet es sich an den Lehrer.


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