Montafoner Museen weiter im Trend

2010 bedeutete hinsichtlich der Anzahl der Besucherinnen und Besucher ein nicht angestrebtes Rekordjahr. 19.500 Interessierte besuchten die Museen und Veranstaltungen der Montafoner Museen, womit gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von etwa 16 Prozent verzeichnet werden kann.
Infoblatt Museen Montafon

Herausgehoben darf an dieser Stelle das Museum in Gaschurn werden, das eine mehr als 50prozentige Steigerung zu vermelden hat. Der Mitgliederstand des Heimatschutzvereins beträgt inzwischen rund 850. Der Dank gilt an dieser Stelle allen, die mitgeholfen haben … das sind die rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Fördergeber und die Sponsoren sowie alle Mitglieder des Vereins.

Das breit gestreute Betätigungsfeld bleibt das Markenzeichen der Montafoner Museen und seines Trägervereins, des Heimatschutzvereins Montafon. Die Betreuung der vier Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn steht neben den Arbeiten für das und im Montafon Archiv. Der Verein bietet ein umfangreiches Programm, und die Projekte in der Kulturlandschaft verweisen wiederum auf die Herkunft der Museumsobjekte. Die Herausgabe von Publikationen hält zudem den Inhalt der Projekte und somit der Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest.

Erfolgreiche Museen

Im Konkreten heißt das, festgemacht an einigen Beispielen: 2010 stand im Zeichen der Vermittlung des Entwurfs für ein erweitertes Heimatmuseum in Schruns, des wachsenden Museums in Bartholomäberg, wertvoller Zugänge für die Sammlung der Museen und des Archivs sowie im Zeichen mehrerer kulturgeschichtlicher und kulturlandschaftlicher Projekte, die großteils die Fortsetzung von in den Vorjahren begonnenen Arbeiten bedeuteten: Kulturlandschaftsinventar Montafon (in Kooperation mit dem Stand Montafon, EU-Leader13), Kulturgüterdatenbank (in Kooperation mit dem Stand Montafon und dem Land Vorarlberg), Architekturgespräche, Kulturlandschaftsfonds (mit Stand Montafon, Land Vorarlberg, Bundesdenkmalamt), ViaValtellina (mit Stand Montafon, EU-Leader13), Silvretta Historica (Montafon, Paznaun, Unterengadin, Tourismusverbände, Vorarlberger Illwerke AG, Universitäten Zürich und Konstanz, EU-InterReg), Schwabenkinder (mit Bauernhausmuseum in Wolfegg und zahlreichen Partnern aus Vorarlberg und darüber hinaus, EU-InterReg), Silberpfad am Kristberg (Forschungsprojekt HiMAT an der Universität Innsbruck, EU-Leader13), Diebschlössleweg, Erinnerungsplatz Silbertal (mit Geschichtswerkstatt Silbertal), Archäologie im Gauertal (Universität Innsbruck), Zeitzeugen- und Fotodatenbank (mit Stand Montafon und Land Vorarlberg) uvm.

Die Angst vor dem Berg. Aufklärung eines Mythos (Vortrag mit Mag. Andreas Brugger)

Am 9. März findet um 19:30 Uhr in Tschagguns ein Vortrag statt. In diesem Vortrag wird eingangs die Lebenssituation der landwirtschaftlich geprägten Bevölkerung des Montafons im 19. Jahrhundert dargestellt, in der die so genannte Drei-Stufen-Weidewirtschaft von größter Bedeutung war. Diese Art der Landwirtschaft brachte die Montafoner verstärkt in Kontakt mit der sie umgebenden Bergwelt.

Mythischer Berg

Der Berg war für die Menschen damals etwas Mythisches und Furchteinflößendes, was sich in der Sagenwelt des Tales zeigt. Neben den Sagen, welche die Angst zum Thema haben, wird auch ein Beispiel für eine Sage genannt, die eine namensgebende Funktion hat. Anhand von ausgewählten Textzitaten von Alpinisten, die sich mit dem „Warum“ des Bergsteigens befassen, wird der bäuerlich geprägte Bergmythos schließlich aufgeklärt. Dabei wird deutlich, dass dieser den Bergsteigern des 20. und 21. Jahrhunderts keine Angst mehr macht und dass auch sagenhafte Erklärungen für Namen an Bedeutung verloren haben und oftmals auch ganz in Vergessenheit geraten sind.

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