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Montafoner Gastgeberkatalog sorgt für Unmut

©VOL Live/Nina Bühler
Montafon – Der Gastgeberkatalog im Montafon sorgt schon seit längerem für Unmut unter den Hoteliers und Vermietern. VOL Live sprach mit Yvonne Domig, Inhaberin Hotel Pfeifer in Gaschurn.
VOL Live fragt im Montafon nach

Eigentlich dient ein Gastgeberkatalog zur Übersicht und Information über die unterschiedlichsten Destinationen auf Welt. „Unser Gastgeberkatalog verfehlt leider sämtliche Zwecke und zudem nicht mehr zeitgemäߓ, kritisiert Yvonne Domig den großzügig angelegten Katalog zum Gebiet Montafon. Die Diskussionen liegen bereits ein Jahr zurück, wo sich bereits Vermieter und Hoteliers über die zu hohen Preise und die Aufmachung des Informationsheftes empörten. „Die Preise der Inserate in unserem Katalog liegen im Vergleich zu anderen Tourismusgebieten weit über dem Normaltarif. Beispielsweise bezahlen Vermieter in Kitzbühel für eine halbe A4 Seite 750 Euro und wir in Gaschurn bezahlen dafür 1.499 Euro“, schildert die Gastronomin, welche die Vergleichszahlen selbst recherchierte.

Vermieter fordern Transparenz bei Gastgeberkatalog

Die Vermieter fordern nun eine transparente Handhabung dieser Investitionen. Der Vorwurf geht hier in unterschiedliche Richtungen: „Die Tourismusverbände unserer Region halten hier einfach die Hand auf und wir wissen nicht, was mit unserem Geld geschehen ist.“

Montafon Tourismus verteidigt hohe Kosten

Arno Fricke, Geschäftsleiter Montafon Tourismus, dementiert jedoch die Vorwürfe: „Beim Tarif handelt es sich um einen Marketingbeitrag und nicht allein um einen Einschaltungsbeitrag im Gastgeberkatalog.“ Die Leistungen würden unter anderem alle Hauspräsentationen mit 6 Bildern auf der Montafon Tourismus Online Seite und die Verlinkung aller Montafoner Gastgeber zur eigenen Website oder auch einen Eintrag im neuen Online-Blätterkatalog beinhalten. Die Marketingmittel zu kürzen sieht Arno Fricke als sehr kritisch, da unter Umständen auch die Montafoner Präsenz darunter leiden würde. „Wenn dem so wäre, dann müssten wir auch dementsprechend viele Gäste haben. Dem ist derzeit nicht so, da wir in diesem Februar 2011 bereits ein Nächtigungsminus im gesamten Montafon von 16,54 Prozent liegen und eine Belegung von nur 52 Prozent aufweisen konnten“, so Yvonne Domig im VOL Live Interview. „Wir wollen endlich mitbestimmen in was genau wir im Montafon investieren. Schließlich finanzieren wir unsere Tourismusbewerbungen maßgeblich mit“, resümiert Yvonne Domig.

Das VOL-Live-Interview mit Yvonne Domig, Hotel Pfeifer Gaschurn

(VOL Live/Nina Bühler)

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