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Montafon spricht sich gegen Korridorvignette aus

Montafon - Die geplante Korridorvignette von Hörbranz nach Hohenems sorgt weiter für Ärger. Im Landtag sollen sogar mehrere ÖVP-Vertreter gegen die Parteilinie stimmen.

Vehement gegen die Korridorvignette wehren sich auch die Gemeinden Lustenau, Hohenems und Götzis. Jetzt erhalten die Gegner bei ihren Protesten gegen die von Verkehrsminister Werner Faymann geplante Korridorvignette Schützenhilfe aus dem Oberland.

Die Bürgermeister der zehn Montafoner Gemeinden haben sich in ihrer jüngsten Standes-Sitzung einstimmig gegen die geplante Korridorvignette ausgesprochen. „Wir sehen nicht ein, warum der Korridor in Hohenems enden soll“, sagt Standesrepräsentant Erwin Bahl. „Warum wird der Korridor nicht bis in die südlichsten Landesteile und somit ins Oberland erweitert?“, fragt sich Bahl. Schon 2004, als die Idee einer Korridorvignette von Hörbranz bis Hohenems durch die Medien geisterte, haben sich die Gemeinden Lustenau, Hohenems sowie Götzis und das Montafon erfolgreich gegen die Einführung einer Tagesvignette für den Pfändertunnel bis Hohenems gewehrt. „An unserer damaligen Haltung hat sich nichts geändert“, so Bahl weiter.

Der Stand Montafon und somit die zehn Montafoner Gemeinden – immerhin die nächtigungsstärkste Urlaubsdestination im Land – stelle sich absolut nicht gegen eine Lösung des enormen Verkehrsproblems im Unterland. „Wir verstehen die Sorgen der verkehrsgeplagten Bevölkerung“, sagt der Standesrepräsentant. „Wenn man aber eine Lösung will, müssen alle damit leben können.“ Bahl schlägt deshalb zum wiederholten Mal eine österreichweit gültige Tagesvignette vor. „Das wäre sicherlich besser, als die Zehn-Tages-Vignette – und zudem wären für alle Betroffenen die Vorzeichen gleich.“ Niemand würde somit laut Bahl bevorzugt.

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