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Mitwelt- und Solarpreis 2004 vergeben

Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Umweltlandesrat Erich Schwärzler überreichten heute, Dienstag, im Landhaus in Bregenz den Mitwelt- und Solarpreis des Landes Vorarlberg 2004.

Insgesamt sechs Projekte erhielten Haupt- bzw. Anerkennungspreise im Gesamtwert von 5.000 Euro. Der Hauptpreis ging an den Verein “SonnenScheinStipendium” in Wolfurt.

Für den Vorarlberger Mitwelt- und Solarpreis wurden herausragende Leistungen in den Bereichen Natur, Umwelt sowie Solarnutzung bzw. -verbreitung gesucht. “Die Initiative von Menschen, die für ihre Idee begeistert eintreten, und die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine gezielte Förderung erneuerbarer Energieträger haben Vorarlberg zum Energie-Vorzeigeland gemacht. Mit dem Preis wollen wir zukunftsweisende Ideen und das Engagement der Bevölkerung und der Betriebe für eine nachhaltige Entwicklung und Gestaltung unseres Lebensraumes sowie die erneuerbare Energienutzung würdigen”, so Landesrat Schwärzler.

Preisträger 2004
Der Mitwelt- und Solarpreis wird in den Kategorien Jugendprojekte, Einzelpersonen, Vereine und Organisationen, Betriebe sowie Gemeinden vergeben. Insgesamt wurde ein 1. Hauptpreis, drei 2. Hauptpreise und zwei Anerkennungspreise vergeben.

1. Hauptpreis:
Verein “SonnenScheinStipendium”, Wolfurt: Programm zur Ausbildung von Solartechniker in den Ländern des Südens (Afrika und Indien). Über das Stipendium erhalten zwei ortsansässige Personen eine umfangreiche Ausbildung sowie ein “Startpaket” mit Photovoltaik-Modulen und Werkzeugen zum Aufbau eines lokalen Solarzentrums. Die Absolventen sind nach sechs Monaten Ausbildung in der Lage, völlig selbständig die Stromversorgung für ein Dorf aufzubauen und alle anfallenden Reparaturen durchzuführen. Der Verein SonnenScheinStipendium ist zuständig für die Sammlung von Geldern, die Vergabe des Stipendiums sowie die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Verwendung der Mittel.

2. Hauptpreise

  • Biosphärenpark Großes Walsertal: Gesamtbetrieblicher Naturschutzplan – landwirtschaftliche Exkursionsbetriebe: Landwirte wurden 2003 durch ein mehrstufiges Bildungsprogramm zu einer Naturschutzfachkraft auf den eigenen Flächen und in der Region ausgebildet. Ziel ist es, die Leistungen der Landwirtschaft für Tourismus durch Erhalt der abwechslungsreichen Kulturlandschaft und Naturschutz durch Erhalt des Artenreichtums sichtbar zu machen.

  • Hauptschule Blons: Von Jänner bis Juni 2004 wurden an der Hauptschule 11 Projekte zum Thema “Energie und Umwelt” durchgeführt, die beim “Energiefest” in Zusammenarbeit mit der e5-Gruppe des Biosphärenparks der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert wurden.

  • Solaraktion Vorderwald (“Rund um den Stock”) der Gemeinden Langenegg, Hittisau, Krumbach, Lingenau, Riefensberg und Sibratsgfäll: Information und Anreiz zur Ausstattung der Wohngebäude mit Solaranlagen. Das Projekt umfasst auch eine Vereinbarung mit den Installateuren, um an den Service zu erinnern. Für jede Gemeinde ist ein Verantwortlicher bestellt, der den Interessenten mit Rat und Tat zur Seite steht.

    Anerkennungspreise

  • Österreichischer Naturschutzbund, Landesgruppe Vorarlberg:
    Artenschutzprojekt “Flussseeschwalbe”: Durch den Bau von Brutflössen, die in der Lagune an der Mündung des Neuen Rheins in den Bodensee verankert wurden und Schutz vor Ratten und Füchsen bieten, die die Nester zerstören, konnte die Population auf einen in Österreich und am Bodensee einmaligen Stand gebracht werden. Der Erfolg kann sich sehen lassen: So tummelten sich beispielsweise im Jahr 2001 auf den sechs Flößen über 200 Flussseeschwalbenpaare, von denen 172 Paare erfolgreich brüteten. 282 Jungschwalben wurden flügge.

  • Gemeinde Röthis:
    Sanierung von Trockenmauern durch arbeitslose Jugendliche: In Zusammenarbeit mit dem AMS und der Arbeitsinitiative für den Bezirk Feldkirch (ABF) wurde mit arbeitslosen Jugendlichen die noch vorhandene Trockenmauer an der Königshofstraße restauriert. Die arbeitslosen Jugendlichen haben eine Aufgabe, die ihnen eine sinnvolle Beschäftigung bietet und viel Freude macht.
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