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Miteinand - Füranand

Michael und Anna fühlen sich mehr als wohl bei ihren Besuchen im Füranand.
Michael und Anna fühlen sich mehr als wohl bei ihren Besuchen im Füranand. ©cth
Miteinand – Füranand

Vereine im Fokus: Der Verein Füranand schenkt Menschen mit Behinderung schöne Stunden.

Dornbirn. Einen Ausflug nach Lindau machen, eine Schiffsfahrt erleben oder ein Besuch im Kunsthaus – für einen gesunden Menschen kein Problem. Für einen Menschen mit Behinderung ist dies dank des Vereines “Füranand” auch keines.

Der in Dornbirn ansässige Verein stellt persönliche Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in den Vordergrund. Soziale Integration und Selbstbestimmung werden hier täglich gelebt. “Begegnung auf Augenhöhe und ein Maximum an persönlicher Emanzipation und Eigenständigkeit zu fördern, das sind ganz wichtige Kernsätze in unserem Alltag mit den Besuchern im Füranand”, erklärt Mag. Anita Rümmele, die das Füranand-Hus leitet. Willkommen ist jeder, das Angebot richtet sich jedoch in erster Linie an Menschen mit Lernbehinderungen (= Menschen mit geistiger / mehrfacher Behinderung) bzw. an Jugendliche ab 14 Jahren mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf.

“Wir möchten in Zukunft jetzt noch mehr das Freizeitprogramm unseres Treffs im Haus einführen. Das heißt verstärkt Freizeit nach den Wünschen unserer Besucher zu gestalten”, erklärt Frau Rümmele weiter. Der “Treff” ist ein weiteres Angebot des Vereines und hat sich am Treffpunkt an der Ach stationiert. Hier findet Begegnung und Freizeitgestaltung zwischen Behinderten und Leuten ohne Behinderung statt. “Die Vorschläge für die Unternehmungen und das Programm kommen ausschließlich von unseren Besuchern selbst”, erzählt Mag. Sabine Mäser, Leiterin der Familienunterstützung, der dritten Einrichtung im Füranand. Gerade ist man zurück gekehrt von einem Erlebniswochenende mit Bowling-Partie im A14, Mittagessen beim Griechen und einem Konzertabend im Spielboden. Die Angebote werden mit Begeisterung angenommen und die strahlenden Gesichter sprechen für sich. Beim Thema strahlenden Gesicht kommt man auch nicht an Anna vorbei. Die zweiundzwanzigjährige Lustenauerin ist ein großer Fan vom Füranand und täglich zu Gast. “Am liebsten würde ich gar nicht mehr gehen”, lacht sie und umarmt Sabine Mäser innig. Kein Problem, denn die Türe im Füranand wird ihr auch morgen offen stehen und wieder einen Tag voller Abenteuer bieten.

Daten und Fakten zum Füranand:
Der Verein bietet das Fürnand Hus, den Füranand Treff und die Familienunterstützung
2002 Gründung durch engagierte Betroffene und Eltern (damals noch unter dem Namen “Sowieso”) und Einrichtung einer Tagesstruktur
2004 – Änderung der Vereinsstruktur mit dem Ziel, die Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung zu optimieren
2006 – Erweiterung durch Anbieten des Freizeitangebotes
2007 – Der Füranand Treff zieht an den Treffpunkt an der Ach um

Kontakte:
Füranand-Hus, Mag. Anita Rümmele, Schmelzhütterstr. 29, 6850 Dornbirn, Tel 72/201464, 0650/4409029
Familienunterstützung und Füranand Treff Feldkirch, Mag. Sabine Mäser, Churertor 6, 6800 Feldkirch, 0650/2833721
Füranand Treff Dornbirn, Lester Soyza, Höchsterstr. 30, 6850 Dornbirn, 0650/4409030
Infos und Öffnungszeiten unter: www.fueranand.at

Umfrage: Was bedeutet für sie der Verein Füranand?

Mag. Sabine Mäser, 27 Jahre, Dornbirn:
Unsere Philosophie, dass niemand behindert ist, sondern viel mehr oft behindert wird, ist mir sehr wichtig. Wir möchten so gut es geht Unterstützung bieten, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Mag. Anita Rümmele, 45 Jahre, Dornbirn:
Der achtvolle Umgang miteinander und die Begegnung auf gleicher Augenhöhe findet bei uns täglich statt. Das ist sehr schön und ist ein ganz wichtiger Kernsatz bei unserer Arbeit.

Anna Rainalter, 22 Jahre, Lustenau:
Ich komme jeden Tag nach meiner Arbeit in der Schule zum Verein. Ich bin immer sehr gerne hier und finde im Füranand einfach alles und alle super.

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