Obwohl der 18-Jährige noch nicht einmal einen Führerschein besitzt, kann er die Finger nicht von fremden Traktoren lassen.
Im November stürzte er mit einem geklauten Fahrzeug in Nenzing 100 Meter über eine Böschung. Im Dezember nahm seine Fahrt mit einem gestohlenen Motorkarren in Rankweil ein jähes Ende: Die Hinterachse brach und die Zwillingsräder rissen ab (Die NEUE berichtete über die Spritzfahrten). 10.000 Euro betrug der Sachschaden.
Am Montag musste sich der waghalsige Fahrer nun vor dem Feldkircher Landesgericht verantworten. Seit Oktober haben Sie jeden Monat ein anderes Fahrzeug unbefugt in Gebrauch genommen, hält Staatsanwalt Franz Pflanzner dem kräftigen Handwerks-Gehilfen vor.
Und auch vor zwei Wochen, als Sie schon längst wussten, dass Sie wegen dieser Vorfälle vor den Richter kommen, haben Sie erneut einen Traktor entwendet. Diesmal in Feldkirch.
Papa hat den Schaden bezahlt
Der bullige junge Mann gibt zu, dass er eben eine Leidenschaft für das Traktorfahren habe. Mit dem Geld, dass Sie in den Sand gesetzt haben, hätten Sie sich glatt einen eigenen Traktor anschaffen können, sagt Richter Othmar Kraft. Bezahlt wurden die Schadensrechnungen vom Vater des Angeklagten.
Obwohl der Zugmaschinen-Fan bei allen seinen Spritzfahrten alkoholisiert war, habe er nach eigenen Angaben kein Alkoholproblem. Am Wochenende trinke ich immer nur fünf oder sechs Bier, erklärt er im Prozess.
Staatsanwalt und Richter legen dem 18-Jährigen eine Alkoholtherapie ans Herz. Von dieser Idee scheint der wortkarge Oberländer jedoch nicht sonderlich angetan. Er hat Glück und kommt mit einer Geldstrafe von 1920 Euro auf Bewährung davon. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
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