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Mit Technik gegen Naturgewalt

48 Lawinentote gab es in der vergangenen Wintersaison in Österreich. Viele Verschüttete verdanken ihr Leben der schnellen Reaktion ihrer Begleiter und der guten Ausstattung.

So wie am Samstag in Schröcken: Zwei Vorarlberger Tourengeher wurden verschüttet und dank dem LVS-Gerät von deutschen Skitouristen aus den Schneemassen befreit. „Die ersten 15 Minuten sind entscheidend, das LVS-Gerät ist ein absolutes Muss für Tourengeher“, so Werner Waltl, Hundestaffel-Referent der Bergrettung.

Zahlreiche Rettungssysteme sind auf dem Markt, das Angebot der Geräte ist kaum noch zu überschauen. Ob Lawinenairbag, LVS-Gerät, Sonde und so weiter. „Das LVSGerät ist sehr verbreitet und ein sicheres System – wenn es denn eingeschaltet ist. Leider vergessen etliche Leute, den Piepser auch einzuschalten“, bedauert Werner Waltl. „So manchen Verschütteten hätte man mit eingeschaltetem Piepser vor dem Tod retten können.“

Einfaches System

Tiroler Entwickler haben ein System auf den Markt gebracht, das auf einfache Art funktioniert: Ein lampionartiger Ball wird durch einen Federmechanismus ausgelöst und bleibt auf der Schneeoberfläche. Durch ein Seil ist der Verschüttete mit dem 500 Gramm leichten Ball verbunden und kann so schnell gefunden werden. Das System funktioniert rein mechanisch, ohne Gaspatronen und ist durch einfaches Zusammenlegen immer wieder verwendbar. Der Benützer ist über einen separaten Bauchgurt direkt mit dem Ball verbunden. Dadurch kann das System auf jedem Rucksack mitgeführt werden.

“Das System ist durchaus sinnvoll, Verschüttete können dadurch schnell aus der Lawine befreit werden“ , so Werner Waltl. Aber auch die elektronischen Ortungsgeräte gehören nach wie vor zur absoluten Pflichtausrüstung – zusätzlich zu Airbag oder Lawinen-Ball, rät die Bergrettung.

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