Mit Standardsituationen zum Erfolg

Die Vorbereitungen des Fußball-Nationalteams auf die entscheidende WM-Qualifikationspartie am Samstag in Polen biegen in die Zielgerade. Standardsituationen könnten ein Schlüssel zum Erfolg sein. | Krankl im Interview

Am Mittwoch absolvierten die Schützlinge von ÖFB-Teamchef Hans Krankl technisch-taktische Übungen und vor allem Schuss-Training, am Nachmittag stand ein intensives Testspiel auf dem Programm. Dieses Match ging unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne. Krankl will sich in punkto Aufstellung nicht in die Karten schauen lassen. Dafür verriet er, dass der Weg zu einem möglichen Erfolg in Chorzow über Standard-Situationen führen könnte, die der Coach in den letzten Einheiten vor dem Anpfiff verstärkt üben lässt. “In dieser Beziehung haben wir fantastische Spieler”, meinte der frühere “Goleador”, dessen Hoffnungen bei ruhenden Bällen auf groß gewachsenen Spielern wie Toni Ehmann, Martin Stranzl, Emanuel Pogatetz oder Rene Aufhauser ruhen. Andi Ivanschitz und Didi Kühbauer sollen die kopfballstarken ÖFB-Kicker mit brauchbaren Flanken versorgen.

Den Heimvorteil der Polen sieht Krankl nicht unbedingt als Nachteil für seine Elf. “Die Polen haben die Qualität, sowohl daheim als auch auswärts sehr gut spielen zu können. Ich denke aber, dass sie auswärts besser sind”, vermutete der Coach. Der Druck für den Gegner, vor ausverkauftem Haus das Spiel machen zu müssen, könnte demnach den Österreichern zu Gute kommen. Die Teamspieler wurden am Nachmittag erstmals mit Videoaufnahmen des kommenden Kontrahenten konfrontiert. Dabei standen Tore, Gegentore, das Verhalten bei Standard-Situationen sowie die Bewegungsabläufe der Polen im Mittelpunkt.

Davor hatten am Vormittag Ivanschitz, Stranzl, Aufhauser, Ehmann und Akagündüz im Therapiezentrum von Michael Götz unter Anleitung von ÖFB-Sportwissenschafter Franz Leberbauer spezielle Prophylaxe-Einheiten absolviert. Dabei handelte es sich laut Leberbauer nur um Maßnahmen, die zur Regeneration sowie Ausheilung kleinerer Wehwehchen dienten. Der Einsatz des Quintetts ist nicht gefährdet. Auch Andreas Schranz gehört weiter dem Kader an, obwohl er das Donnerstag-Training nach einem scharfen Volley von Markus Schopp wegen stechender Schmerzen in der linken Hand beenden musste. Nach einer kurzen Behandlung wurde Entwarnung gegeben.

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