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Mit Pferdestärken und Manneskraft

Götzis - Michael Maier aus Götzis ist hauptberuflich Pferde-Holzarbeiter. Seit 15 Jahren geht er mit seinem Kollegen Michael Metzler und seinen Pferden ins Holz.

Es staubt. Das Pferdegeschirr knarrt. Ho-ruck. Das Fell ist nass vom Schweiß. Noch einmal anziehen und der Holzstamm setzt sich in Bewegung – Naturgewalten, die aufeinander treffen. Und ist die Kraft erst einmal entfesselt ist es gar nicht so einfach, sie auch wieder zu stoppen. Da braucht es Männer wie Michael Maier und Michael Metzler. Der eine ist 42 und kommt aus Götzis, der andere 52 und kommt aus Au. Beide sind hauptberuflich Holzarbeiter mit Pferden. Anstrengende Arbeit Maier hat vier Noriker. Falco, Pauli, Moritz und Hektor. Er steht täglich um halb fünf Uhr auf, geht in den Stall, füttert und putzt die Pferde. Dann fährt er in den Wald. Ein Arbeitstag dauert bis sechs, halb sieben. „Es ist sehr anstrengend. Am Abend geht man gern ins Bett“, gibt Maier irgendwann zu. Aber, man ist sein eigener Chef. Das ist für ihn am Job das Schönste. Das, und die Naturverbundenheit. „Im Wald ist es ruhig. Man sieht Hirsche, Rehe, Vögel und Rehkitze“, erzählt er. Hier zeigt sich auch der große Vorteil von der Arbeit mit einem Pferd. Man bleibt Teil der Natur. „Außerdem ist ein Pferd flexibler. Es richtet keine Schäden an. Es braucht weder Benzin noch macht es Lärm. Und man kommt an die unwegsamsten Stellen.“

Das ist manchmal eben nicht nur anstrengend, sondern schlichtweg auch gefährlich. Doch neben ein paar Schrammen ist Maier noch nie etwas passiert. Man muss gleichzeitig stark aber auch einfühlsam und flexibel sein. Eine interessante Mischung. Ganz so wie Maier selber. Seine Pferde kennt er genau. „Noriker sind stark aber auch sensibel. Und für diesen Job müssen sie voll ausgebildet sein. Sie müssen auch auf Zuruf reagieren.“ Maier hat seine sehr jung gekauft und selber ausgebildet. Die Tiere spüren die Zuwendung. „Wenn ich in den Stall komme, wiehern sie“, erzählt der stattliche Mann.

Begonnen hat er vor 15 Jahren. „Anfänglich war es ein Jux. Michael Metzler und ich waren auf der Alpe, und wir haben uns überlegt, doch einmal mit Pferden zu arbeiten.“ Holzarbeiter war er damals schon. Davor Spitzensportler – im Skilanglauf.

Jetzt erfüllt er die Aufträge, die ihm Förster erteilen. Mit jeweils zwei Pferden erledigt er gemeinsam mit Metzler alle Arbeiten, die im Wald so anfallen. Rückarbeiten, Wege freilegen, einfach alles, damit der Wald kultiviert bleibt. „Im Jahr bewegen wir vier bis 5000 Festmeter, also Kubikmeter Holz. Die Saison dauert von Mitte September bis Anfang Juni“, so Maier. Dann gehen die beiden Männer auf die Alm. Maier ins Montafon, Metzler nach Damüls. „Die Pferde kommen mit. Das ist für sie dann ihr Urlaub“, lacht Maier.

Neben den beiden Michaels gibt es noch einen weiteren vollberuflichen Pferde-Holzarbeiter. „Das ist ein Kollege. Er geht im Sommer auch auf die Alm“. Sonst gibt es noch ein paar Männer, die es nebenberuflich machen.

Maier findet das schade. „Ich würde mir wünschen, dass die Förster viel öfter Pferde für Holzarbeiten einsetzen.“ Das wird vom Land auch gefördert.

Im Herbst findet in Kehlegg jedenfalls ein Holzarbeiter-Wettkampf statt. Da wird man Maier auf alle Fälle bewundern können.

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