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Mit Obstmesser bedroht

Zwei junge türkische Staatsbürger fanden sich am Donnerstag vor dem Landesgericht wieder. [28.1.2000]

Einer der beiden wurde wegen absichtlicher
schwerer Körperverletzung, welche er mit einem Messer begangen hatte, zu
einer Gefängnisstrafe von 21 Monaten, sieben davon unbedingt, verurteilt.
Der andere kam mit einer Geldstrafe von 36.000 Schilling davon.

Die Türken saßen wegen einer Auseinandersetzung im einem Lustenauer
Nachtlokal am 31. Oktober des Vorjahres vor dem Richter. Die beiden hatten
an diesem Abend offenbar gleich flaschenweise Wodka und andere Alkoholika zu
sich genommen und machten sich in diesem angeheiterten Zustand in das Lokal
auf.

Durch ihr Verhalten, so sagten Zeugen vor Staatsanwältin Susanne
Janschek und Richter Peter Mück aus, seien sie “sehr unangenehm
aufgefallen”. Sie sollen Frauen angepöbelt und Gästen sogar mit ihren
Fäusten gedroht haben. Doch damit nicht genug: Sogar die unmissverständliche
Drohung “Wir sind bei der türkischen Mafia, ihre kommt schon noch dran” soll
gefallen sein.

Der Besitzerin des Nachtlokals riss daraufhin der
Geduldsfaden. Sie kassierte die Zeche und forderte die zwei zum Verlassen
des Lokales auf. Nachdem die beiden davon aber wenig wissen wollten, traten
Rausschmeißer in Erscheinung.

Blutiges Messer aus Taxi geworfen

Im Zuge des darauffolgenden Gerangels zog einer der beiden Türken ein
Messer, stach damit auf einen Rausschmeißer ein und fügte ihm dadurch eine
tiefe Wunde in der Gesäßgegend zu. Durch den Blutverlust geriet der Mann in
Lebensgefahr und musste auf der Intensivstation behandelt werden. Die Türken
machten sich unterdessen mit einem Taxi aus dem Staub. Der Komplize des
mutmaßlichen Täters warf das blutige Messer aus dem Fenster des fahrenden
Taxis.

Der Aussage, wonach der Türke das Obstmesser zufällig “offen im
Hosensack” bei sich getragen habe, schenkte Richter Mück keinen Glauben. Die
noch nicht rechtskräftigen Urteile:
Der mutmaßliche Messerstecher, der wegen
Körperdelikten bereits vorbestraft ist, muss wegen Körperverletzung und
gefährlicher Drohung hinter schwedische Gardinen. Sein Landsmann erhielt
eine Geldstrafe wegen versuchter Unterdrückung von Beweismitteln und
gefährlicher Drohung.

(Bild:VN)

Von Toni Walser

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