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Mit Kameras auf der Jagd nach Müllsündern

Hohenems - Infrarot-Bewegungsmelder sollen Müllsünder in Hohenems auf frischer Tat ertappen.
Abfallsammelstellen nun kameraüberwacht

Es ist ein Ärgernis: mit Müll verwüstete Abfallsammelstellen. Der Hohenemser Umweltausschuss will dieser Problematik entgegentreten. Umweltstadtrat Kurt Raos verweist auf viele illegale Ablagerungen bei den öffentlichen Abfallsammelstellen, die die Stadt teuer zu stehen kommen: Die Reinigung, die zweimal wöchentlich durch die Dornbirner Jugendwerkstätten durchgeführt wird, kostete im Vorjahr rund 50.000 Euro. 49.390 Kilogramm Müll fielen bei Aufräumaktionen an den 23 öffentlichen Sammelstellen an, weitere 55.400 Kilogramm Abfall wurden aus den 156 Abfallkübeln im Stadtgebiet entsorgt. Allein dafür beliefen sich die Kosten des Bauhofs 2010 auf 94.000 Euro.

Besserung in Sicht?

„Die Situation ist in Hohenems vermutlich nicht anders als in anderen Gemeinden. Anders ist vielleicht, dass wir seit einiger Zeit Überwachungskameras einsetzen“, erklärt der städtische Abfallberater Klaus Amann. Um die Verschmutzungen an den Sammelstellen einzudämmen, sind vier mobile Infrarotkameras mit Bewegungsmelder im Einsatz. „Je nach Missständen sind sie mehr oder weniger lang an derselben Stelle“, gibt er bekannt. Die Kameras erfassen die Nutzer wie auch das Geschehen am Sammelplatz genau. Da es sich um Infrarotkameras handelt, können auch Nachtaufnahmen gemacht werden. Abgelagert wird alles: Bio- und Restmüll, Windeln, und Sperrmüll, größere Alteisen­teile und Elektroschrott. Letzteres könnte beim Werkhof kostenfrei abgegeben werden, für Amann daher unverständlich, dies illegal abzulagern. Zugenommen habe auch das Abstellen von offiziellen Restmüll- und Gelben Säcken. Diese lagern dort bis zur nächsten Abholung. Streunende Tiere tragen ihr Übriges zur Unordnung bei. „Wir haben 2010 insgesamt 77 Müllsünder ertappt. Heuer waren es bereits 42“, berichtet er. Diese mussten die Aufräumkosten von bis zu 160 Euro bezahlen. Wiederholungstäter und diejenigen, die Sperrmüll illegal entsorgen, werden der BH Dornbirn angezeigt. Von der Kamerapräsenz verspricht sich die Stadt eine Reduktion der Abfälle, ein besseres Erscheinungsbild der Anlagen und die Einhaltung der Benützungszeiten. „Spürbar wird der Einsatz über den Mengenrückgang der wilden Ablagerungen. Jedoch nehmen die Abfälle an Gehwegen und Straßenrändern stetig zu“, berichtet Amann. Zusätzlich sollen ab 2012 alle Abfallsäcke am Alten Rhein entfernt werden. Man habe gute Erfahrungen in Schuttannen und auf der Ruine Alt-Ems gemacht. „Wanderer nehmen ihre Abfälle wieder mit, das Müllaufkommen ist dort wesentlich gesunken.“ (VN-bem)

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