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Mit erzählerischer Kraft klappt das auch mit der Kunst und dem Anspruch

©Frederick Sams
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„Puccini hätte seine Freude daran gehabt, Wagner sowieso, bei Verdi bin ich mir nicht ganz so sicher.“ Gemeint ist die Übertragung ihrer maßgeblichen Werke in einen Raum und in einer Art, die zu Lebzeiten der genannten Komponisten noch nicht vorstellbar war. Musik von allen dreien erklang bereits auf der Seebühne. Obiger Satz stammt von Intendantin Elisabeth Sobotka, die sich erstmals in der Geschichte der Bregenzer Festspiele für „Rigoletto“ als Seebühnenstück entschied. Dort sind die Sänger auf eine Tonanlage angewiesen, die allerdings, wie jederman bestätigt, zu den besten der Welt zählt, mehr noch, eine Vorreiterposition hat. Denn für ihr Akustik-System arbeiten die Festspiele nicht nur mit entsprechenden Experten, sondern auch mit den international anerkannten Tüftlern der Branche. Die Stimmen werden nicht verändert, sondern für den großen Raum verstärkt. Auch für die Seebühne gilt es, die ideale Stimme für die jeweilige Partie zu haben. Für „La donna è mobile“, die berühmte Verhöhnungs-Arie des Herzogs, oder „Caro nome“, die etwas weniger, aber immer noch sehr bekannte Arie der Gilda, haben namhafte Persönlichkeiten die Latte hochgelegt. Das gilt im Besonderen für die Seebühne.  

Nahezu 7000 Menschen sitzen jeden Abend auf der Tribüne, etwa 192.000 sollen, so das Wetter mitspielt, am Ende der Saison dabeigewesen sein. Die Zahlen sprechen für sich. Das sind nicht nur die eingefleischten Opernkenner.

Mit dem Begriff „Oper für alle“ kann Philipp Stölzl, der deutsche Regisseur und Bühnenbildner, der sich erstmals ein Konzept für die Bregenzer Festspiele bzw. den See ausgedacht hat, viel anfangen. Die Französin Mariame Clément, die Massenets „Don Quichotte“ im Festspielhaus umsetzt, wird noch deutlicher: Opern auf eine Elite oder einen Kennerkreis zuzuspitzen, das sei aufgrund der hohen Kosten solcher Produktionen und der öffentlichen Mittel, die dafür in Anspruch genommen werden, nicht vertretbar. Das heißt, dass Musiktheaterunternehmen sich gefälligst zu bemühen haben, auf das Publikum zuzugehen. Nicht mit plakativen Mitteln und banaler Nivellierung, sondern mit erzählerischer Kraft, Ideen und Berücksichtigung des hohen Anspruchs. Dann klappt das auch mit Verdi, der Kunst und dem Auftrag, den man hat. Christa Dietrich

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