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Mit der Natur bauen, nicht gegen die Natur

Das August-Hochwasser hat es gezeigt: Trotz großer Investitionen in Renaturierungen und Projekte der Wildbau- und Lawinenverbauung ist eine absolute Sicherheit nicht möglich.

Andererseits kann auch durch Eigenvorsorge mit vergleichsweise geringem Aufwand der Schutz von Gebäuden erhöht werden. In der Öffentlichkeit ist das aber zu wenig bekannt. Deshalb unternimmt das Land einen Vorstoß, um umfassend zu informieren, was beim Bauen in der Nähe von Gewässern zu beachten ist und wo man sich fachkundig beraten lassen kann, so Landesrat Dieter Egger und Landesrat Erich Schwärzler heute, Freitag, im Landhaus. Dass beim heurigen Hochwasser die Schäden nicht nur in der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur, sondern vor allem auch in Wohn- und Betriebsgebäuden so groß waren, hat laut LR Egger einen Grund: Wurden früher im Keller hauptsächlich Holz und Kartoffeln gelagert, so dienen diese Räume in modernen Gebäuden oft als zusätzliche Wohn- oder Partyzimmer, Technikzentralen, Heizräume etc. Entsprechend empfindlich sind deshalb die Schadensfolgen im Hochwasserfall. „Daher ist wichtig, dass der Gebäudeschutz schon in der Planungsphase eines Objektes berücksichtigt wird“, so Egger. Die wichtigsten Grundregeln nennt ein Infofolder der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Neben den Häuslebauern sollen auch Planer, Architekten Bauämter und Gemeinden angesprochen werden. Deshalb gibt es am Dienstag, 15. November 2005, 17.00 in Schloss Hofen eine Informationsveranstaltung zum Thema Hochwasserschutz und Eigenvorsorge. Fachleute informieren über die Erfahrungen aus den jüngsten Ereignissen, die Grenzen der Hochwasservorsorge und geben Tipps zum Gebäudeschutz. Landesrat Schwärzler sprach sich für die Stärkung einer breiten Sicherheitspartnerschaft aus: „Unsere regional organisierten Einsatzkräfte und Entscheidungsstrukturen haben sich bei der Hochwasserkatastrophe im August bewährt, sodass noch weit schlimmere Schäden verhindert werden konnten. Aber die Wahrung der Sicherheit ist eine Aufgabe, zu der jeder einzelne seinen Beitrag leisten muss.“ Der Informationsfolder des Landes wird in Gemeinde- und Bauämtern, Energieberatungs- und Wohnbauförderstellen sowie in der Bauherrenmappe aufliegen. Für vertiefende Informationen gibt es die vom Lebensministerium herausgegebene Broschüre „Die Kraft des Wassers“ (Link: publikationen.lebensministerium.at). (Quelle: Landespressestelle Vorarlberg)

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