Mit blauem Auge davongekommen

Bregenz - Vorarlberg ist vom Orkan verschont geblieben. Es gab in der Nacht auf Freitag nur starke Windböen, die zu sechs Einsätzen der Feuerwehr führten.

Der Orkan Kyrill ist an Vorarlberg ohne Spur der Verwüstung vorbei gezogen. Die Feuerwehr wurde bis 6.30 Uhr lediglich zu sieben Einsätzen gerufen, um mit Bäumen verlegte Straßen zu räumen. Die Windgeschwindigkeiten blieben unter den prognostizierten Werten. In Bregenz wurden 60 km/h erreicht, in Feldkirch 54 Stundenkilometer. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, lautete der allgemeine Tenor.

Mit Bäumen verlegt wurden nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Feldkirch (RFL) Straßen in Dornbirn und dem Vorderen Bregenzerwald. Der zunächst letzte Einsatz wurde um 6.28 Uhr gemeldet, als in Götzis bei Feldkirch eine Räumung anstand.

An einer zweistündigen Suchaktion war die Seepolizei Hard beteiligt. Kurz nach 23.00 Uhr war bei der Wasserschutzpolizei Lindau eine Meldung eingegangen, wonach jemand die Abgabe eines Notsignals auf der Linie Lindau-Sporthafen Bregenz beobachtet haben wollte. Nach Angaben der Polizei wurde eine Suchkette gebildet und bei Windstärken von fünf bis sechs und rund zwei Meter hohen Wellen die gesamte Bregenzer Bucht abgesucht. Es wurde jedoch kein havariertes Boot entdeckt.

Die in der Nacht aufgezeichneten Windgeschwindigkeiten erreichten die vorhergesagten Werte zum Teil bei weitem nicht. Im Rheintal wurden in Dornbirn 69 km/h gemessen, in Bregenz 60 km/h. In Alberschwende im Bregenzerwald wurden 79 Stundenkilometer registriert, während der Sturm in exponierten Lagen im Gebirge etwa in Brand mit 93 km/h oder am Walmendinger Horn im Kleinwalsertal mit 123 km/h blies.

Vorarlberg sei am Rand des Orkans gelegen, hieß es dazu vom ZAMG Wetterdienst in Bregenz. „Solche Windgeschwindigkeiten haben wir während des Jahres ab und zu“, sagte der Dienst versehende Meteorologe gegenüber der APA. Während der gesamten Nacht ist praktisch kein Regen gefallen. Es bleibe vorerst noch windig, ehe sich das Wettergeschehen im Lauf des Tages beruhige. Als „extrem“ bezeichnete der Meteorologe hingegen die Temperatur von 14,7 Grad Celsius in Bregenz.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) sah in der Früh keine akute Gefahr mehr und lobte die Einsatzkräfte. „Die Vorbereitung war absolut professionell“, sagte Sausgruber im Gespräch mit ORF Radio Vorarlberg.

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