Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Mit 4,5 Promille Alkohol im Blut Freundin genötigt

Vom Staatsanwalt wurde er gefragt, ob er verhandlungsfähig sei. Denn im Verhandlungssaal rieche es „wie in einem Bräuhaus“.
Vom Staatsanwalt wurde er gefragt, ob er verhandlungsfähig sei. Denn im Verhandlungssaal rieche es „wie in einem Bräuhaus“. ©VOL.AT/Hartinger
Geldstrafe für 28-jährigen Alkoholiker, der seine Freundin festgehalten und am Verlassen der Wohnung gehindert hatte.

Ein anderer überlebt das nicht“, sagte Staatsanwalt Markus Fußenegger. Beim Angeklagten wurde am 26. April 2014 ein Alkoholwert von 4,5 Promille gemessen. An jenem Abend hatte der 28-Jährige nach Ansicht des Landesgerichts Feldkirch seine Freundin an den Handgelenken festgehalten und sie so am Verlassen der gemeinsamen Wohnung in Bludenz gehindert.

Dafür wurde der Vorbestrafte gestern zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt – 200 Tagessätze zu je vier Euro. Vom Widerruf von insgesamt neun bedingten Haftmonaten aus Vorstrafen wurde abgesehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Schuldspruch erfolgte wegen des Vergehens der Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand der vollen Berauschung. Dafür beträgt die mögliche Höchststrafe drei Jahre Gefängnis.

Angeklagt war das Vergehen der Nötigung. Richter Martin Mitteregger sprach den alkoholkranken Angeklagten aber nach Paragraf 287 des Strafgesetzbuches wegen einer sogenannten Rauschtat schuldig. Damit wurde ihm zur Last gelegt, er habe sich fahrlässig einen Vollrausch angetrunken und dann eine Straftat begangen. Fahrlässig habe er sich zurechnungsunfähig und damit schuldunfähig gemacht.

Der Richter stützte sich auf ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen Reinhard Haller. Die Freundin habe am Tattag mit dem Angeklagten Schluss gemacht, sagte der Richter. Deswegen habe der Beschuldigte sich einen Vollrausch angetrunken. Daraufhin habe er die Frau rund eine Viertelstunde lang in der Wohnung festgehalten.

Cobra musste anrücken

Später an jenem Abend tobte der 28-Jährige offenbar auch unter dem Einfluss eines psychotischen Schubes in der Wohnung. Nachbarn riefen die Polizei – die Cobra überwältigte den außer sich geratenen jungen Mann. Er wurde in die Psychiatrie im Landeskrankenhaus Rankweil gebracht. Dort habe sich sein Klient längere Zeit aufgehalten, sagte Bewährungshelfer Reinhard Ladenhauf in der Hauptverhandlung. Der Angeklagte habe sich einer Alkoholtherapie unterzogen und trinke seither deutlich weniger Alkohol.

Bier vor Verhandlung

Der angeklagte Russe, der seit dieser Woche nicht mehr arbeitslos ist, beantragte einen Freispruch. Vom Staatsanwalt wurde er gefragt, ob er verhandlungsfähig sei. Denn im Verhandlungssaal rieche es „wie in einem Bräuhaus“. Der 28-jährige Angeklagte gab kurz vor 12 Uhr mittags an, er habe am Verhandlungstag erst ein Bier getrunken.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Mit 4,5 Promille Alkohol im Blut Freundin genötigt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen