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Mit 2,66 Promille Polizisten verletzt

Landesgericht
Landesgericht ©Bernd Hofmeister
Während der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch hielten gestern der Angeklagte und seine Frau abwechselnd ihr Baby im Arm. Am 8. Juli hatte der Beschuldigte nach eigenen Angaben in Dornbirn seinen sechs Monate jungen Sohn sehen wollen.

Deshalb habe er im Alkoholrausch vor der Wohnung seiner Frau geschlafen. Weil gegen ihn ein Betretungsverbot für die Wohnung besteht, verständigte seine sich ängstigende Frau die Polizei.

Der 26-Jährige aus Honduras weigerte sich bei seiner Festnahme, ins Polizeiauto einzusteigen. Er habe immer wieder um sich geschlagen, gab eine beteiligte Polizistin als Zeugin an. Der Beschuldigte habe sie am Kopf verletzt und ihren Kollegen am Hals gewürgt. Die Polizistin setzte daraufhin Pfefferspray ein.

Bei dem Festgenommenen wurde dann ein Blutalkoholgehalt von 2,66 Promille festgestellt. Er habe „mas de diez cervezas“ getrunken gehabt, sagte der arbeitslose Kellner, mehr als zehn Bier. Richter Othmar Kraft verurteilte den geständigen Unbescholtenen noch nicht rechtskräftig wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu einer bedingten Geldstrafe von 600 Euro.

Leichte Verletzungen von Beamten gelten als schwere Körperverletzung. Zudem wurde den Polizisten ein Teilschmerzengeld von insgesamt 600 Euro zugesprochen. Eine Haftstrafe sei „nicht notwendig“, weil der Angeklagte unbescholten sei, sagte der Richter. Die Geldstrafe müsse aber eine unbedingte sein, weil er gegen Beamte vorgegangen sei.

Seff Dünser

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