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Missbrauchsambulanz: Jeder zweite Patient ist jünger als 18 Jahre

Über 30 Kinder werden am KH Dornbirn jährlich wegen sexuellem Missbrauch behandelt.
Über 30 Kinder werden am KH Dornbirn jährlich wegen sexuellem Missbrauch behandelt. ©VOL.AT/Rauch
Dornbirn - Die Missbrauchsambulanz am Krankenhaus Dornbirn betreute letztes Jahr 68 Opfer von sexuellem Missbrauch. Die Tendenz ist steigend, 51 Prozent der Patientinnen sind unter 18 Jahre alt.
Zehn Prozent weibliche Täter
Zur Arbeit der Missbrauchsambulanz
Die Leiterin der Kinderschutzgruppe

Diese Woche sorgten zwei Prozesse wegen Kindesmissbrauch für Aufsehen, bei denen Frauen als Täter vor Gericht standen. Passend dazu veranstaltete das Krankenhaus (KH) Dornbirn ein Fortbildungsseminar für Ärzte zum Thema “Gewalt an Kindern und Jugendlichen”. Allein 2012 betreute die Missbrauchsambulanz Dornbirn, als einzige solche Einrichtung in Vorarlberg, 68 Opfer von sexuellen Übergriffen. Jeder zweite Patient war dabei unter 18 Jahre alt.

Dunkelziffer liegt weit höher

Die Missbrauchsambulanz des Krankenhauses Dornbirn besteht bereits seit 2002. “Die Missbrauchsambulanz wie wir sie haben, ist einzigartig in Österreich”, erklärt Leiterin Karin Frischeis-Bischofberger. Die Ambulanz wurde auf Initiative des Landes Vorarlberg eingerichtet, im ersten Jahr verzeichnete diese zwölf Patientinnen. Als landesweit einzige derartige Einrichtung werden betroffene Kinder, Jugendliche und Frauen rund um die Uhr ausschließlich von geschulten weiblichen Mitarbeiterinnen betreut und untersucht. Insgesamt arbeiten 16 Personen neben ihren eigentlichen Aufgaben für die Ambulanz. Die Tendenz der Patientenanzahl ist steigend, die Dunkelziffer der Opferzahlen läge weit höher, ist Frischeis-Bischofberger überzeugt.

Kinderschutzgruppe betreut jährlich 50 Patienten

Begleitet wird die Untersuchung der Kinder und Jugendlichen von der Kinderschutzgruppe des KH Dornbirn. Diese ist neben Opfern von sexuellem Missbrauch auch für Kinder zuständig, die unter Gewalt oder Vernachlässigung zu leiden haben. “Wenn wir den Verdacht auf einen sexuellen Missbrauch haben, tun wir uns mit der gynäkologischen Abteilung zusammen”, erklärt Kinderärztin Reyhan Tschiderer, Leiterin der Kinderschutzgruppe. Die Zuweisung an die Kinderschutzgruppe kann über niedergelassene Kinderfachärzte, Hausärzte, IFS, Polizei oder krankenhausintern durch die Ambulanz erfolgen. Jedes Jahr werden an die 50 Kinder durch die Kinderschutzgruppe betreut, davon allein 30 aufgrund von sexuellen Übergriffen.

Leiterin Karin Frischeis-Bischofberger

Reyhan Tschiderer leitet die Kinderschutzgruppe

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