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Minichmayr erhält den Großen Diagonale-Schauspielpreis

Minichmayr gilt als schauspielerische "Urgewalt"
Minichmayr gilt als schauspielerische "Urgewalt" ©APA (AFP)
Birgit Minichmayr wird zum Auftakt des Diagonale Filmfestivals 2019 in Graz den Großen Schauspielpreis erhalten. Das gab das Filmfestival am Mittwoch bekannt. Die Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin wird den Preis - ein Kunstwerk gestaltet von Ashley Hans Scheirl - am 19. März in Graz persönlich entgegennehmen.

“Die international gefragte Minichmayr gilt nicht bloß unter Kritikern als Konstante, die durch ihr intensives Spiel, ihre gewinnende Aura und ihre unablässige Fokussiertheit mitzureißen vermag. Nicht ohne Grund wird ihr seit jeher das Label ‘Urgewalt’ umgehängt – eine Zuschreibung, die sich positiv verstanden in mannigfaltigen Auszeichnungen für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen ausdrückt”, hieß es in der Aussendung der Diagonale.

Man freue sich, Minichmayr für “dieses beständige Wirken auf höchstem Niveau und ihr immerzu präzises und unvergleichlich virtuos-nahbares Spiel” zehn Jahre nach der Würdigung für den besten Auftritt in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale nun auch mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur auszuzeichnen: “Birgit Minichmayr zieht einen sofort in ihren Bann – man kann den Blick nicht von ihr lassen, so außergewöhnlich ist ihre Kraft. Mit ihrem Spiel, mit ihrer Präsenz hat sie österreichischen genauso wie internationalen Produktionen zu unvergleichlicher Intensität verholfen. Eine starke Schauspielerin und Persönlichkeit, die zu beehren es uns ein Vergnügen ist”, so die aus Branchenexperten zusammengesetzte Jury. 2009 wurde Minichmayr für ihre feinsinnig-nuancierte Darstellung in “Der Knochenmann” mit dem Diagonale-Schauspielpreis bedacht.

Das Publikum der Diagonale’19 wird Minichmayr auch auf der großen Kinoleinwand in einem Lang- sowie einem Kurzspielfilm sehen. So verkörpert sie in Emily Atefs mehrfach prämiertem Film “3 Tage in Quiberon” die beste Freundin von Romy Schneider. Im Wettbewerb der Diagonale’19 kommt zudem der Kurzfilm “Die Sünderinnen vom Höllfall” von Veronika Franz und Severin Fiala zur Aufführung.

Am 3. April 1977 in Pasching, einem Vorort von Linz, geboren, wurde Minichmayr 1999 direkt vom Reinhardt-Seminar ans Burgtheater engagiert. Dort debütierte die Schauspielerin mit der markanten, rauchigen Stimme als “Dirne” in Schnitzlers “Reigen” (Regie: Sven-Eric Bechtolf). Im April 2004 war sie in Frank Castorfs “Gier nach Gold” bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen zu sehen, einer Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, der Minichmayr ab 2004 dann als permanentes Ensemblemitglied angehörte.

Von 2007 bis 2011 kehrte sie dann ans Burgtheater zurück. Dort spielte sie unter anderem in Luc Bondys Inszenierung von “König Lear”, in “Der Weibsteufel”, “Macbeth” sowie in Stefan Puchers Inszenierung von “Struwwelpeter”. 2010 und 2011 gab sie die Buhlschaft im “Jedermann” bei den Salzburger Festspielen. Von 2011 bis 2013 zählte sie zum festen Ensemble des Residenztheaters in München und wirkte dort etwa in “Kasimir und Karoline”, “Faustin and out” und “Interview” mit. Seit 2014 spielt sie frei an renommierten Bühnen in Wien, München, Berlin und Hamburg.

Neben ihrer erfolgreichen Theaterkarriere ist Birgit Minichmayr auch in Fernsehrollen sowie auf der Kinoleinwand eine feste Größe. Im Jahr 2000 gab sie in “Abschied – Brechts letzter Sommer” ihr Kinodebüt. Ein Jahr später spielte sie eine Stenotypistin in István Szabós “Taking Sides – Der Fall Furtwängler” und wurde dafür auf der Berlinale 2001 zum Shooting Star gekürt. In zahlreichen weiteren Kinofilmen konnte Minichmayr ihr Können auf vielfältige Weise unter Beweis stellen – etwa in in Oliver Hirschbiegels “Der Untergang”, Tom Tykwers Roman-Adaption “Das Parfum”, Doris Dörries “Kirschblüten – Hanami”, Michael Hanekes “Das weiße Band”, Matthias Glasners “Gnade”, Alexander Mindadzes “Liebster Hans, bester Pjotr” oder Greg Zglinskis “TIERE”.

Im Fernsehen war Birgit Minichmayr in den vergangenen Jahren unter anderem in “Adele – Das Geld der Anderen”, der ZDF-Serie “Dengler” sowie in “Eine Liebe für den Frieden – Bertha von Suttner und Alfred Nobel” zu sehen. Zuletzt spielte sie in Özgür Yildrims Kinofilm “Nur Gott kann mich richten”. Minichmayr erhielt bereits viermal den Wiener Theaterpreis Nestroy. Für ihre Rolle in Maren Ades “Alle Anderen” wurde sie 2009 von der Berlinale mit dem Silbernen Bären geehrt und war zudem Schauspielerin des Jahres. 2013 erhielt sie den Kurt-Meisel-Preis, 2018 den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle im Romy-Schneider-Porträt.

(APA)

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