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Mindestsicherung benachteiligt Menschen mit Behinderung

Schwarzach - Behindertenaktivist Hans-Jürgen Holzer ist seine Mission nun doch gescheitert. Im Juni fuhr er mit seinem Elektromobil von Vorarlberg nach Wien, um eine Mindestsicherung für Menschen mit Behinderung zu fordern. Die Neuregelung sieht dies aber nicht vor.
VOL Live-Interview mit Behindertenaktivist Holzer
Vorbericht: Holzer sieht Mission erfüllt
Holzer zurück in Vorarlberg

Geht es nach Sozialminister Rudolf Hundstorfer, soll die bedarfsorientierte Mindestsicherung österreichweit die Sozialhilfe vereinheitlichen sowie eine dauerhafte Wiedereingliederung ihrer Bezieher fördern. 45000 Österreicher mit Behinderung, die eine Leistungsfähigkeit von mehr als 50 Prozent nicht erreichen, sind davon ausgeschlossen. „Ich bin maßlos enttäuscht von unserer Bundesregierung und speziell vom Sozialminister, dass diese 45000 Menschen nicht mit ins Boot genommen wurden. Gerade die brauchen diese Unterstützung, um überhaupt überleben zu können“, meint Holzer.

Kein Interesse an Menschen mit Behinderung

Auf seiner Protestfahrt traf sich Holzer verschiedenen Politikern in den Bundesländern. Unterstützung für sein Anliegen blieb jedoch aus: „Im nachhinein denke ich, dass die sich doch für alles andere interessiert, als dafür sich mit einem Behinderten zusammen zu setzen.“

Holzer fordert, dass sich die verschiedenen Vereinigungen von Menschen mit Behinderung zusammenschließen und weiter für eine Mindestsicherung kämpfen. Wenn viele Menschen mit Behinderung vor dem Parlament stehen und demonstrieren, könne die Politik nicht mehr wegsehen.

Protest wird weitergehen

Seinen persönlichen Einsatz für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat der Aktivist noch nicht aufgegeben: „Wenn sich bis zum nächsten Jahr nichts mehr tut, dann nehme ich eben meinen Gartenstuhl und setzte mich vor das Parlament.“

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