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54 Tote nach Luftangriff im Osten Syriens

Bei einem Luftangriff im Osten Syriens sind Beobachtern zufolge 54 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien Kämpfer des Islamischen Staats und 28 Zivilisten, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mit.

Die Angriffe an der Grenze zum Irak in der Nacht seien höchstwahrscheinlich von der US-geführten Koalition gegen den IS oder von mit ihr verbündeten irakischen Streitkräften geführt worden. Die Koalition könnte in der Nähe von Al-Soussa und Baghour Fukhani Einsätze geflogen haben, sagte ihr Sprecher Sean Ryan. Ob dabei Zivilisten getötet wurden, werde geprüft. Weitere Informationen gebe es derzeit nicht.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Freitag, bombardiert worden sei eine Menschenmenge an einer Eisfabrik. Die Beobachtungsstelle sitzt in England, stützt sich aber auf ein Netzwerk von Informanten.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete von 30 Toten und Dutzenden Verletzten. Sie machte die Anti-IS-Koalition für die Bombardierung in der Nacht auf Freitag verantwortlich. Es seien zahlreiche Wohnhäuser angegriffen und zerstört worden.

Die Terrormiliz hat den größten Teil ihres früheren Herrschaftsgebiets in der Region verloren. Sie ist aber vor allem im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak noch immer aktiv. Die internationale Anti-IS-Koalition unterstützt lokale Kräfte im Kampf gegen die Extremisten. Auch die irakische Luftwaffe fliegt im Grenzgebiet immer wieder Luftangriffe gegen die Jihadisten.

Die Beobachtergruppe Airwars hatte in den vergangenen Wochen wieder mehr Angriffe der internationalen Koalition in Syrien gezählt. Ihren Schätzungen zufolge starben dabei im Mai zwischen 66 und 79 Zivilisten. Die Journalisteninitiative wertet unterschiedliche Quellen aus, darunter Bilder und Angaben aus sozialen Medien.

(APA/Ag.)

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