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Mindestens 13 Tote bei Anschlag in Kurdenregion Afrin

Bei einem Anschlag auf eine Straßensperre in der nordsyrischen Kurdenregion Afrin sind mindestens 13 Menschen getötet worden. An dem Kontrollpunkt der protürkischen Rebellen am Eingang der Stadt Afrin sei Donnerstagfrüh eine Autobombe explodiert, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter den Toten seien vier Kämpfer und acht Zivilisten. Ein Opfer sei noch nicht identifiziert.

Die türkische Armee und verbündete syrische Rebellen hatten die Region im März 2018 nach erbitterten Gefechten von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) erobert. Seitdem hält die Türkei die Region sowie angrenzende Gebiete im Norden der Provinz Aleppo besetzt. Die YPG-Miliz verübt immer wieder Anschläge in Afrin und liefert sich regelmäßig Gefechte mit den türkischen Truppen und ihren syrischen Verbündeten.

Die Türkei betrachtet die Präsenz der syrischen Kurdenmiliz an ihrer Grenze als Bedrohung, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft. Die YPG ist aber auch ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Unterstützung der USA für die Gruppe sorgt seit Jahren für Streit mit dem NATO-Partner Türkei.

Unterdessen wurden bei heftigen Gefechten in der nordsyrischen Rebellenbastion Idlib mehr als 70 Kämpfer getötet. Die Jihadistenallianz Hajat Tahrir Al-Scham (HTS) und verbündete Rebellen hätten am Mittwochabend das Dorf Hamamejat und einen angrenzenden Hügel erobert, erklärte die Beobachtungsstelle. Dabei seien 41 Kämpfer der Regierungstruppen und 30 Dschihadisten und Rebellen getötet worden.

Der HTS-Sprecher Abu Khaled al-Shami sagte, sie hätten den "schwer befestigten Hügel" nach Einbruch der Dunkelheit eingenommen. Die Gefechte dauerten an und die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad würden die Gegend mit Artillerie und Flugzeugen bombardieren, erklärte die Beobachtungsstelle. Sie bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Für Medien sind sie meist kaum zu überprüfen.

In Idlib und angrenzenden Gebieten gilt eigentlich seit vergangenem September eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Die Truppen Assads gehen jedoch seit Ende April mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wieder verstärkt gegen die Aufständischen vor. Bei Kämpfen und Luftangriffen wurden laut der Beobachtungsstelle mehr als 600 Zivilisten und hunderte Kämpfer beider Seiten getötet.

(APA/ag.)

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